Zum Hauptinhalt springen

Fort Breendonk zum 8. Mai: 50 Stunden lang Namen von Widerstandskämpfern aus dem Zweiten Weltkrieg vorgelesen

Seit Samstagabend und noch bis Montagabend werden im Fort Breendonk bei Puurs-Sint-Amands in der Prov. Antwerpen die Namen von rund 8.500 Menschen vorgelesen, die sich während des Zweiten Weltkriegs dem Widerstand gegen die Nazis angeschlossen haben und dabei ihr Leben verloren. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten zur Befreiung Belgiens von der deutschen Besetzung am 8. Mai 1945 statt.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das Vorlesen der tausenden Namen übernehmen zahlreiche bekannte Flamen aus Kultur, Sport, Medien und der akademischen Welt. Das Fort von Breendonk war während des Zweiten Weltkrieg ein Gefängnis der Deutschen, das auch zahlreiche Widerstandskämpfer nicht überlebt haben. In diesem Auffanglager wurden Widerständler und politische Häftlinge zusammengetrieben und vor ihrer Deportation in ein KZ verhört und gefoltert.

Die 8.500 Namen werden mit dem Beruf des Widerstandskämpfers, der Widerstandsbewegung, zu der er gehörte und Ort und Datum des Todes vorgelesen. 20 Sekunden dauert jeweils eine solche Namenslesung. Diese ist über die Webseite „Vrij op 8 mei“ („Frei am 8. Mai“) live zu folgen.  

Veranstalter dieser eindrucksvollen Namenslesung ist das „Komitee 8. Mai“, dass sich dafür einsetzt, dass der 8. Mai in Belgien wieder ein Feiertag wird und zwar ein Feiertag zur Erinnerung an den Widerstand, der in der hiesigen Geschichtsschreibung eher unterbelichtet daherkommt. 

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5