Die flämische Landesregierung macht 20 Mio. € frei, um Sozialhilfeempfängern zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen. Dies melden die flämischen Tageszeitungen Het Belang van Limburg und Gazet van Antwerpen in ihren Montagsausgaben.
Flandern verlangt von Sozialhilfeempfängern, dass sie sich beim Arbeitsamt einschreiben
Rund 40.000 Personen erhalten monatlich Sozialleistungen von zwischen 800 und 1.600 €. Diese Personen arbeiten nicht, haben aber auch kein Recht auf Arbeitslosenunterstützung. Nur etwa 22,2 % der Betroffenen haben nach Ablauf eines Jahres einen neuen Arbeitsplatz.
Die Begleitung dieser Sozialhilfeempfänger ist in Händen der Städte und Gemeinden in Flandern bzw. der Öffentlichen Sozialhilfezentren (OCMW) und diese will die flämische Landesregierung jetzt mit zusätzlichen Finanzmitteln dazu bewegen, mehr dieser Personen zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen. Dies ist Teil des Plans von Landesinnenminister Bart Somers (Open VLD), mit dem 80 % der Bevölkerung zwischen 20 und 64 Jahren in einem festen Arbeitsverhältnis sein sollen.
Und dazu sind mehr Menschen in einem Beschäftigungsverhältnis nötig, ergänzt Landesarbeitsminister Jo Brouns (CD&V) dazu. Inzwischen werden auch die in im belgischen Bundesland Flandern aufgenommenen Ukrainer dazu ermutigt, sich beim flämischen Arbeitsamt VDAB zu melden. Das ist jetzt auch der Fall bei den Sozialhilfeempfängern.
