In Hasselt (Provinz Limburg) ist, wie jetzt bekannt wurde, am Mittwoch ein 43 Jahre alter Iraker festgenommen worden, der Verantwortlich für zahlreiche Anschläge mit Sprengstoffautos sein soll. Bei diesen Anschlägen sollen hunderte Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden sein.
Mutmaßlicher Kriegsverbrecher und Terrorist aus dem Irak in Hasselt festgenommen
Gegen den Iraker wurde Haftbefehl erlassen. Die Ermittlungen gegen ihn hatte die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel bereits im Juli 2020 aufgenommen, nachdem ein auf Terrorfälle spezialisierter Untersuchungsrichter aus Mechelen ihm auf die Spur gekommen war.
Der Iraker, der seit 2015 in Belgien lebt, soll der Terrorzelle der islamistischen Organisation al-Qaida angehören und soll 2009 und 2010 mehrere Anschläge in der sogenannten „green zone“ in Bagdad verübt haben. Dabei kamen mindestens 376 Menschen ums Leben und über 2.300 wurden zum Teil schwer verletzt. Darunter sollen auch Attentate mit Sprengstoffautos auf Behördengebäude verübt worden sein.
„Der Untersuchungsrichter hat gegen den Verdächtigen, gegen den Haftbefehl erlassen wurde, Anklage wegen mehreren Morden in terroristischen Zusammenhang, wegen der Teilnahme an den Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung, wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erhoben“, hieß es dazu von Seiten der Staatsanwaltschaft in Brüssel.
Belgiens Staatssekretärin für Asyl und Einwanderung, Nicole De Moor (CD&V), regt an, dem Iraker den Flüchtlingsstatus jetzt zu entziehen. Dies geschah bisher nicht, um die Ermittlungen gegen den 43-Jährigen nicht zu gefährden.
