Pim Kaskes, der an der Freien Universität Brüssel (VUB) - das ist die niederländischsprachige Uni in der belgischen Hauptstadt - seine Doktorarbeit schreibt, wirft ein neues Licht auf das Ende der Dinosaurierzeit. In dieser Zeit soll der schnellste geologische Prozess aller Zeiten stattgefunden haben. Kaskes basiert seine Studien auf den ersten Minuten nach dem Einschlag des Meteoriten „Chicxulub“ auf der Erde.
Ein VUB-Geologe wirft mit seiner Doktorarbeit ein neues Licht auf das Ende der Dinosaurier
„Dies war eines der schwersten katastrophalen Ereignis in der Geschichte unseres Planeten“, so der promovierende Geologe Pim Kaskes zu seiner Studie, der damit letzte Woche seinen Doktortitel an der VUB erlangte.
„Der Einschlag brachte eine abrupte Klimaveränderung zustande und ein massives Aussterben während der Kreidezeit. Dies war für das Sterben von dreiviertel allen Lebens auf der Erde verantwortlich. Darunter waren auch die Dinosaurier, die nicht flugfähig waren.“
Der Einschlag dieses Meteoriten war eine Sache von einer Sekunde: „Meine Doktorarbeit beginnt eigentlich mit diesem entscheidenden Moment. Wir können uns das nicht vorstellen. Ein Steinbrocken, der so groß war, wie die gesamte Brüsseler Hauptstadt-Region bohrte sich mit der Geschwindigkeit eines Gewehrschusses in die Erde ein.“
Das Interesse wurde bei Kaskes durch das, was danach passierte, geweckt und das war die Bildung des Suevit-Gesteins (ein auch Impaktit genanntes Gestein, das durch einen Meteoriteneinschlag entsteht), die normalerweise Jahrtausende dauert: „Doch in diesem Fall dauerte das nur einen Tag. Der größte Teil entwickelte sich nur wenige Minuten nach dem Meteoriteneinschlag.“
Nach Ansicht von Geologe Kaskes ist der „Chicxulub“-Krater auf der nordamerikanischen Halbinsel Yucatàn der einzige Ort der Welt, an dem dieser geologische Prozess so gut zu erkennen ist. In dem er den Bohrkern der Suevit-Lage untersuchte, ist der frischgebackene Doktor der Geologie zu dieser Feststellung gekommen und auf diese Weise konnte er den Einschlag dieses Meteoriten vor rund 66 Millionen Jahren rekonstruieren.
