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Vor 10 Jahren in Wetteren: Entgleister Güterzug löst Katastrophe aus  

Vor genau 10 Jahren, am 4. Mai 2013 kurz vor 2 Uhr in der Nacht,  ereignete sich in Schellebelle bei Wetteren in der Provinz Ostflandern ein folgenschwerer Unfall mit einem Güterzug. Dieser war mit überhöhter Geschwindigkeit an einer Weiche entgleist. Dabei brach ein Feuer an mit Chemikalien beladenen Tankwaggons aus. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die giftigen Rauchschwaden trafen ein Wohngebiet in unmittelbarer Nähe des Unfallorts und hierbei kam eine Person ums Leben. Zahlreiche weitere Personen erlitten durch das Einatmen der giftigen Dämpfe gesundheitliche Probleme.

Im Zuge des schweren Bahnunfalls wurden rund 2.000 Menschen evakuiert und ein Teil der Betroffenen konnte lange nicht nach Hause zurückkehren. Auch nach 10 Jahren sind die Wunden, die diese Katastrophe gerissen hat, nicht alle verheilt. Viele der damals betroffenen leiden noch heute unter den Folgen davon.

In diesem Zug war ein Tankwagen mit Zyanid ausgebrannt und zahlreichen Opfern mussten Gegengifte gegeben werden, damit sie die bis zu 4,5-fache tödliche Dosis der Chemikalie überleben konnten. Rund 400 Personen wurden danach medizinisch behandelt. Ein weiteres Problem stellte das Löschwasser dar, das ungefiltert in das Abwassersystem eingedrungen war und somit mit in die Häuser gelangte, die neben den Gleisen standen.

Die Gemeinde Wetteren, zu der Schellebelle gehört, wartet, wie zahlreiche der Opfer damals, auch heute noch auf eine Entschädigung bzw. auf Schadensersatz. Der Prozess zu diesem Bahnunfall ist erst für das kommenden Jahr angesetzt. 

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