Im Rahmen der Vernissage zur Ausstellung #StolenMemory in der PIX-Hochschule in Hasselt, der Hauptstadt der Provinz Limburg, sind persönliche Gegenstände von zwei Opfern des Zweiten Weltkriegs deren Familien übergeben worden. Der Enkel eines polnischen KZ-Häftlings aus Eisden in Limburg, der 1944 ins Konzentrationslager Neuengamme deportiert wurde, erhielt dessen Armbanduhr zurück und eine Familie aus Niederländisch-Limburg bekam die Brieftasche eines Mannes überreicht, der bei einem Bombenangriff ums Leben kam.
#StolenMemory: Enkel eines polnischen KZ-Opfers aus Limburg erhält dessen Armbanduhr aus einem deutschen Archiv zurück
Die reisende Ausstellung #StolenMemory über 10 Deportierte aus dem Zweiten Weltkrieg ist derzeit in der PIX-Hochschule in Hasselt zu sehen. Hier werden die ergreifenden Geschichten dieser Personen erzählt, denen die Nazis ihre persönlichen Besitztümer abnahmen, als sie verhaftet und deportiert wurden.
In den „Arolsen Archives“ (www.arolsen-archives.org ) werden momentan noch rund 2.500 persönliche Gegenstände, die in dieser Zeit beschlagnahmt wurden, aufbewahrt. Dabei handelt es sich zumeist um Uhren, Schmuck und anderen Zierrat, aber auch um Fotos, Brieftaschen oder selbst intime Kleinode. Dieses deutsche Archiv will jetzt so viele dieser Gegenstände, wie nur möglich, den Nachkommen und Familien der früheren rechtmäßigen Besitzer zurückgeben.
Inzwischen gelang des den Verantwortlichen dieses Archivs rund 700 Familien aufzuspüren. Am Dienstagabend (2. Mai) wurden in der PIX-Hochschule in Hasselt zwei Familien aus Limburg solche Besitztümer übergeben.
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Der Enkel des polnischen Grubenarbeiters Edward Szotek, der in Eisden in Limburg lebte und arbeitete und der 1944 ins KZ Neuengamme deportiert wurde, erhielt dessen Armbanduhr zurück (Foto oben). „Dies war ein emotionaler Augenblick“, so Hasselts Kulturschöffin Nele Kelchtermans (Groen), „denn die Familie hatte niemals Informationen über ihren Großvater bekommen. Dank der Archive und dieser Ausstellung haben sie jetzt endlich etwas erfahren können und sie bekamen eine tastbare Erinnerung an ihn.“
Die Brieftasche samt den darin erhaltenen Papieren von Peter Paulus aus Grimbergen in Niederländisch-Limburg, der am 3. Mai 1945 - also in den letzten Kriegstagen - beim Bombardement auf die Bucht von Lübeck ums Leben gekommen war, wurde dessen Nichte, einer Majorin der niederländischen Armee, überreicht (Foto unten).
