Belgien will erreichen, dass wichtige Medikamente, wie z.B. Antibiotika oder Schmerzmittel, wieder in Europa produziert werden. Das soll dabei helfen, einen Mangel an bestimmten Medikamenten im eigenen Land zu beseitigen. Das Bundesgesundheitsministerium will auch auf die Solidarität innerhalb der EU setzen, damit pharmazeutische Erzeugnisse leichter untereinander ausgetauscht werden können.
Solidarität innerhalb Europas: Wie Belgien gegen Medikamentenknappheit vorgehen will
Die Vorschläge von Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) werden von 18 EU-Mitgliedsländern unterstützt, darunter auch von Deutschland und Frankreich. Der flämische Sozialist ist der Ansicht, dass unser Land und die Europäische Union zu abhängig von Ländern wie China oder Indien sind bzw. von einigen riesigen Pharmaunternehmen.
Daneben plädiert Vandenbroucke für einen einfacheren Austausch von Medikamenten bei einer gewissen Knappheit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Konkret soll das folgendermaßen aussehen: Wenn in einem EU-Land bestimmte Medikamente nicht mehr vorrätig sind, sollen andere Länder diese Mittel aus ihren Reserven liefern können.
Dazu soll ein einfaches aber präzise festgelegtes europäisches Verfahren entwickelt werden, in dem einfacher geprüft werden kann, in welchem EU-Land welches Mittel in ausreichender Menge vorhanden ist, damit andere Länder, in denen ein dahingehender Mangel besteht, rasch beliefert werden können.
