Tagelang sorgte eine illegale Raveparty auf einem ehemaligen Militärgelände in Brustem bei Sint-Truiden in der Provinz Limburg für Probleme. Anwohner und Naturschützer beschwerten sich wegen Lärm und anderen Unannehmlichkeiten bzw. wegen ernsthafter Störungen in der Natur. Das Gelände ist inzwischen ein Naturschutzgebiet, in dem gerade zahlreiche Vögel brüten. Zeitweise hielten sich auf dem Gelände bis zu 10.000 Personen auf, weswegen Polizei und Militär lange Zeit nicht eingriffen.
Illegale Rave in Sint-Truiden mit tausenden Teilnehmern, die tagelang für Unruhe sorgte, läuft aus
Die Rave mit zahlreichen Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden war nicht angemeldet und es gab keine sanitären Anlagen oder einen Abfallplan. Anwohner beschwerten sich über anhaltenden Lärm, wildparkende Autos, über Menschen, die überall ihre Notdurft verrichteten, über Müllberge und anderes. Naturschützer machen sich große Sorgen um mögliche Probleme bei der Brut von zahllosen Vögeln, die in diesem eigentlich unter Naturschutz stehenden früheren Militärgelände eingenistet haben.
Polizei und Militär umstellten das Gelände, griffen jedoch tagelang nicht ein. Die illegale Party lief bereits seit etwa Freitag. Die Behörden wollten ein Eskalieren der Sache angesichts von zeitweise bis zu 10.000 feiernden Ravern nicht riskieren, was ihnen von lokalen Politikern, den Anwohnern und Naturschutzverbänden nicht gedankt wird.
Inzwischen läuft die Party offenbar aus und die Raver ziehen nach und nach ab. Viele von ihnen werden aber von der Polizei kontrolliert. Mehrere Personen wurden auch in Krankenhäuser gebracht, nach dem sie durch Drogen und Alkohol kollabiert waren. Auch Rettungsdienste hatten sich am Gelände für den Notfall postiert.
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Krisenfall
Am Samstag kam der Krisenstab der Provinz Limburg bereits zusammen, da nicht absehbar war, wie sich die Lage entwickeln würde. Das ehemalige Militärgelände von Brustem bei Sint-Truiden in Limburg ist rund 400 Hektar groß, besteht aus unwegsamem Gelände und umfasst 11 riesige Hangars und einen Tower. Überall wurde dort ausgiebig gefeiert.
Provinzgouverneur Jos Lantmeeters, Michel Carlier, Leiter des Krisenstabs und Sint-Truidens Bürgermeisterin Ingrid Kempeneers (CD&V) hatten entschieden, auf Deeskalation zu setzen und das Gelände nicht zu räumen.
Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA) reichte Anzeige gegen Unbekannt (wer die Veranstalter sind, ist nicht bekannt) ein aufgrund des möglichen Schadens an der Natur. Sie griff überdies Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) an, die sich in dieser Angelegenheit nicht gezeigt habe.
