Die Schüler und Schülerinnen der Technikabteilung der Provinzialen Sekundarschule in Bilzen in der flämischen Provinz Limburg sind dabei, eine mobile Schüle für Kinder, die in den Erdbebengebieten in der Türkei leben. Diese ausklappbaren und fahrbaren Minischulen sollen in Containerdörfern in der türkischen Region Adiyjaman und Maras zum Einsatz kommen.
Die flämische Organisation „Mobile Schule“ arbeitet gemeinsam mit Sekundarschülern einer Technikabteilung im limburgischen Bilzen am Bau von fahrbaren Schulen. Das sind ausklappbare Boxen, mit denen Kinder rechnen lernen oder Sprachen üben können.
Die Boxen, an denen derzeit gearbeitet wird, sind für eine von den Erdbeben der vergangenen Monate betroffene Region in der Türkei vorgesehen und werden nach Adiyjaman und Maras geliefert. Dort sollen sie von türkischen Streetworkern genutzt werden, die damit traumatisierten Kindern psychosoziale Hilfe bieten, in dem sie ihnen Unterrichte anbieten.
Arnoud Raskin, der Gründer der Initiative „Mobile Schule“, sagte dazu gegenüber VRT NWS: „Wir wollen Straßenkinder in der Türkei auf eine fröhliche Art und Weise bei ihrer Entwicklung helfen. Wir wollen dort präventiv an den Traumas arbeiten, die die Kinder dort haben.“
Schönes Projekt auch für hiesige Schulkinder
Auf der Suche nach Produzenten für einen Prototyp für diese mobilen Schulboxen stieß Raskin auf die Schule in Bilzen. Inzwischen hat sich dies dort zu einem permanenten Projekt entwickelt, dass auch die Schülerinnen und Schüler der Schule besonders motiviert.
„Das ist die schönste Art und Weise, um unser Projekt zu entwickeln. Wir brauchen das, um Kinder in schwierigen Situationen in ihrer Entwicklung zu stärken. Eigentlich machen wir mit diesem Produktionsprozess mit den Schulkindern hier exakt das gleiche. Sie begreifen, dass sie anderen helfen können, was sie wiederum selbst auch motiviert“, so Raskin weiter.
Schon vor der Corona-Pandemie hatte die Initiative „Mobile Schule“ Pläne, um Kindern in der Region Adiyjaman und Maras zu helfen. Dort sorgt unter anderem der türkische Konflikt mit der kurdischen Bevölkerung für Probleme und in der Gegend halten sich viele Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien auf.
Nach der Pandemie wurden bereits die Texte für die Unterrichte in die dort gesprochenen Sprachen übersetzt. Im Juni oder Juli sollen die Schulboxen geliefert werden und zum Einsatz kommen.
