Beim Treffen der Nordsee-Anrainerstaaten in Ostende wurde am Montag beschlossen, dass die hier erzeugte Windenergie nachhaltig aber maßgeblich zur Energieversorgung Europas beitragen soll. Belgien und acht weitere Länder mit Küste - außer Luxemburg, das aber zu diesem Verband gehört - haben am Montag in Ostende mit der „Ostend Declaration“ eine dahingehende gemeinsame Erklärung unterzeichnet.
"North Sea Summit" in Ostende: "Die Nordsee soll ein grünes Kraftwerk werden"
Die neun beteiligten Länder einigten sich darauf, dass der Ausbau der Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee beschleunigt vorangetrieben werden soll und dass die Nordsee in dieser Hinsicht zu einem „grünen Kraftwerk“ werden soll.
Der Ausbau der Windkraft hat für die beteiligten Länder auch den Hintergrund, dass man sich langfristig energiemäßig unabhängiger von Ländern wie Russland machen will.
Die Ambitionen dieses „North Sea Summit“, zu dem Belgiens Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) nach Ostende eingeladen hatte, sind hoch. Jetzt geht es daran, die „Erklärung von Ostende“ auch umzusetzen. Die Windkraft wird auch als Alternative zu fossilen Energiequellen immer wichtiger.
Lesen sie bitte unter dem VRT-Nachrichtenbeitrag zum „North Sea Summit“ weiter (in Niederländisch mit O-Tönen in Englisch und Französisch).
Die in Ostende versammelten Länder wollen den Bau von neuen Windkraftanlagen auf See beschleunigen und aus praktischen Gründen auch die entsprechende Technik und Technologie vereinheitlichen. Es ist jetzt wichtiger denn je, alles zwischen den beteiligten Ländern aufeinander abzustimmen, damit die Weiterleitung dieses Windstroms einfacher verlaufen kann. Luxemburg als einziger beteiligter Staat ohne Nordseeküste tritt hier als Investor auf und natürlich auch als Abnehmer.
Belgiens Premierminister De Croo wünscht sich, dass es jetzt schnell gehen kann. Bundesenergieministerin Tinne Van der Straeten (Groen) unterstrich ebenfalls, dass gemeinsame Absprachen wichtiger seien, als je zuvor. Ziel sei nämlich, „jedes Lüftchen über der Nordsee einzufangen, damit alle grünen Strom genießen können.“


