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Belgien will CO2 in leeren Gasfeldern in der norwegischen Nordsee lagern

Belgien will "so schnell wie möglich" ein Abkommen zum CO2-Export nach Norwegen abschließen

Belgien will „so schnell wie möglich“ eine Einigung mit Norwegen bezüglich des Export von aus Industrieprozessen abgefangenem CO2 erzielen. Dies sagte Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) am Rande des Treffens der Nordsee-Anrainerstaaten am Montag. Gemeinsam mit seinem norwegischen Amtskollegen Jonas Gahr Støre besuchte De Croo am Montag das ArcelorMittal-Stahlwerk in Gent (Foto), wo bald CO2 aufgefangen werden kann.

Andreas Kockartz Belga
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Dieses CO2 soll über eine lange Pipeline bis zur Küste von Norwegen transportiert werden. Norwegen ist kein EU-Land, verfügt aber vor seiner Nordseeküste über leere Gasfelder, in denen CO2 gespeichert werden kann.

„Unser Ziel ist, so schnell wie möglich ein bilaterales Abkomme zu schließen, mit dem der Transport und die Speicherung von CO2 ermöglicht wird“, so Premier De Croo am Montag in Gent. Dazu muss aber in erster Instanz ein juristischer Rahmen in beiden Ländern geschaffen werden, damit CO2 aus Belgien in Norwegen unterirdisch gespeichert werden kann. Nur so kann eine entsprechende Investition (rund 1 Mia. €) geltendem Gesetz entsprechend umgesetzt werden.

In den kommenden Monaten werden sich belgische und norwegische Experten mit diesem Thema befassen

Premier De Croo und Ministerpräsident Støre hatten das Stahlwerk von ArcelorMittal in Gent am Montag vor Beginn des „North Sea Summit“ in Ostende besucht, um die entsprechenden Gespräche zu untermalen. Dieses Werk ist eine der größten CO2-Quellen im belgischen Bundesland Flandern. Noch wird dieses Treibhausgas dort in die Atmosphäre abgegeben, doch gleichzeitig leitet dieser Standort innerhalb der ArcelorMittal-Gruppe Pionierarbeit mit dem Ziel, industriell ausgestoßene Gase aufzufangen und in den Produktionsprozess wieder einzubringen, z.B. als Treibstoff.

Dabei soll auch CO2 auf eine weitgehend umweltfreundliche Art und Weise aufgefangen werden

An dem Besuch bei Arcelor nahmen auch Belgiens Nordseeminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) und Bundesenergie- und Umweltministerin Tinne Van der Straeten (Groen) sowie Vertreter der Industrie- und Energieunternehmen Equinor, Engie, Fluxys (Belgiens Gasnetzbetreiber) und North Sea Port (Fusionshafen Gent-Terneuzen-Vlissingen) teil, die an dem Projekt mitarbeiten und über die erforderliche Expertise verfügen.    

Das ArcelorMittal-Stahlwerk im Hafen von Gent

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