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Gesundheitsrisiken durch das 3M-Chemiewerk in Zwijndrecht bei Jugendlichen?

Aus einer Analyse des Blutes und des Urins von Kindern und Jugendlichen, die in der Umgebung der Fabrik des US-Chemieriesen 3M in Zwijndrecht bei Antwerpen aufgewachsen sind, ist ersichtlich, dass diese möglicherweise später mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben. Zwijndrechts Umweltschöffe ruft die Jugend in seiner Stadt jetzt dazu auf, auf einen gesunden Lebensstil zu achten, da bei drei Vierteln der 300 untersuchten jungen Leute gesundheitliche Abweichungen durch PFOS erkannt wurden. 

Andreas Kockartz
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Es ist durchaus möglich, dass die jungen Leute aus der Umgebung des Chemiewerks durch den hohen PFOS-Gehalt in ihrem Blut später gesundheitliche Probleme erfahren können. Dies ist zumindest die Ansicht von VITO, die Flämische Einrichtung für Technologische Forschung, die das Blut von 300 Jugendlichen, die im Umkreis von 5 km rund um die 3M-Fabrik von Zwijndrecht leben oder aufgewachsen sind untersuchte. Dabei sind Abweichungen im Blut von dreivierteln der untersuchten junge Leute aufgedeckt worden. 

Die betroffenen nahmen PFOS in der Umluft und über lokal vertriebenes Gemüse oder Eier ein. Die Folgen einer höheren bzw. hohen Bloßstellung an PFOS können eine schwächere Immunität sein oder aber eine Störung der Hormone und des Wachstums bei den jungen Menschen vor allem während der Pubertät sein.

3M produzierte in Zwijndrecht jahrelang PFOS, also chemische Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen und die dort auch nicht auf natürliche Weise abgebaut werden können, darunter PFAS, ein Rohstoff für die Herstellung von zahllosen Produkten des täglichen Lebens. Schädlich für die Gesundheit sind PFOS und PFAS allemal, wie inzwischen hinlänglich bekannt ist - nicht nur in Zwijndrecht und Umgebung. 

Zwijndrechts Umweltschöffe Steven Vervaet (Groen) sagte, dass dies keine gute Nachricht für seine Gemeinde sei. Er ruft die Jugendlichen von Zwijndrecht dazu auf, auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Noch seien keine Krankheiten, die auf PFOS von 3M zurückzuführen sein könnten, festgestellt worden. Aber Veränderungen des Immunsystems oder beim Hormonspiegel seien schon konstatiert worden, auch wenn diese noch umkehrbar seien, so Vervaet gegenüber VRT NWS.  

Das 3M-Chemiewerk in Zwijndrecht bei Antwerpen
Gestörte Idylle in Zwijndrecht

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