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Inland
Justiz

Brüsseler Terrorprozess: Anhörung der Nachrichtendienste

Im Rahmen des Prozesses zu den islamistischen Terroranschlägen auf Brüssel vom 22. März 2016 werden diese Woche Vertreter der verschiedenen Nachrichten-, Geheim- und Sicherheitsdienste angehört. Unter anderem werden dabei auch die abgehörten Telefongespräche zwischen einigen der Angeklagten im Gefängnis angesprochen. 

Andreas Kockartz Belga
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Bei den Anhörungen werden z.B. Vertreter der Staatssicherheit und des militärischen Geheimdienstes sowie des Koordinationszentrums für Bedrohungsanalyse OCAD und der BIM-Kommission, die Aufsichtsbehörde für die Nachrichtendienste auf die Fragen der Richter und der Anwälte antworten.

In erster Instanz soll es bei den Anhörungen um abgehörte Gespräche zwischen einigen der Angeklagten in diesem Fall und in anderen Terrorismusfällen gehen. Diese Gespräche sorgten bereits Aufsehen. Abgehört wurden Gespräche zwischen Mohames Abrini, der „Mann mit Hut“, der sich letztendlich im Flughafen von Zaventem nicht in die Luft sprengte und Mehdi Nemouche, der im Mai 2014 vier Menschen im Jüdischen Museum von Brüssel ermordete und der dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Aber auch abgehörte Gespräche zwischen Abrini und Bilal El Makhouti werden Thema sein. Letzterer steht im Verdacht, Waffen für später geplante Anschläge besorgt und versteckt zu haben.

Ein weiteres Thema ist in diesem Zusammenhang dass, was im Appartement in der Kazernenlaan im Brüsseler Stadtteil Etterbeek geschah, das Smail Farsi als Safehouse an Ibrahim El Bakraoui untervermietet hatte und von wo aus dessen Bruder Khalid gemeinsam mit Osama Krayem zur Metrostation Petillon gingen. Krayem aber verschwand und warf seine Bombe weg, während sich El Bakraoui in der Metrostation Maalbeek in die Luft jagte. 

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