Mit einer nationalen Studie sollen die Sorgen und Nöte der Fußgänger in Belgien aufgezeigt werden. Diese Erhebung ist eine Initiative der Fußgängerverbände in unserem Land: „Die Fußgänger sind eine stille Mehrheit, die allzu oft nicht gehört wird.“ Fast alle der aktuell rund 11 Millionen Belgier gehen zu Fuß: Manche weniger, manche mehr. Doch Zahlenmaterial wie zu Auto- oder Radfahrern gibt es konkret nicht wirklich, zumindest nichts aussagekräftiges.
Belgien lanciert den allerersten Fußgänger-Barometer: Wie geht das mit dem Zufußgehen in ihrer Gemeinde?
Das soll sich jetzt mit diesem Fußgänger-Barometer ändern. Man will wissen, wie man geht oder wie lange man geht. Wohin geht man zu welcher Tageszeit und liegen Kombinationen mit anderen Verkehrsteilnehmern oder Transportmitteln vor? Und wo liegen die sprichwörtlichen Hindernisse für die Fußgänger?
Die Erhebung ist eine Initiative der Fußgängerverbände „Voetgangersbeweging“ (Flandern), „Tous à Pied“ (Wallonie) und „Walk“ (Brüssel) und wird von Bundesverkehrs- und Mobilitätsminister Georges Gilkinet (Ecolo) gefördert.
Online auszufüllen
An diesem Fußgänger-Barometer (bitte hier klicken) kann jeder in Belgien lebende Bürger teilnehmen, denn die Erhebung ist online initiiert worden. Leider hat man dabei einmal mehr die deutschsprachigen Belgier vergessen, denn diese Webseite liegt nur in Niederländisch und Französisch vor, auch wenn dies eine föderal gedachte Initiative ist.
„Dies ist ein erster Schritt zu einer Politik, die dazu führen soll, noch besser Rechnung mit dieser aktiven Fortbewegungsart und mit dieser stillen Mehrheit, die diese anwendet, doch die zu oft nicht gehört wird, zu tragen“, heißt es dazu von den Initiatoren. Das Timing dieser Studie ist nicht zufällig gewählt, denn die Resultate sollen bis zum Wahljahr 2024 den Kommunen, dem Bund, den Ländern und den Regionen vorgelegt werden.
