Sowohl das Haushaltsdefizit, als auch die Staatsschuld sind 2022 in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies ist aus den aktuellen Zahlen des europäischen Statistikamtes Eurostat ersichtlich, die am Freitag in Luxemburg veröffentlicht wurden. 2022 belief sich das Defizit in der Eurozone auf 3,6 % des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) gegenüber 5,3 % in 2021. Auch der Schuldenberg ging von 95,5 % des BIP in 2021 auf jetzt 91,6 % zurück. Belgien gehört nicht unbedingt zu den guten Schülern in diesem Zusammenhang.
Eurostat zu Haushaltsdefiziten und zur Staatsschuld in der EU – Zu hoher Schuldenberg in Belgien
Auch in der Europäischen Union ist die gleiche Entwicklung festzustellen, wie in der Eurozone (die Länder in der EU, in denen der Euro die gültige Währung ist). Hier sank das Defizit von 4,8 % auf 3,4 % des Brutto-Inlandsprodukts und der Schuldenberg ging auf 84 % des BIP zurück (2021 noch 88 %).
Belgien schloss 2022 mit einem Haushaltsdefizit von 3,9 % des BIP ab, gegenüber 5,5 % im Jahr davor. Unser Land gehört damit zu den 11 EU-Mitgliedsstaaten, deren Defizit höher als 3 % liegt. Hier sind die schlechtesten Schüler Italien (8% BIP), Ungarn und Rumänien (jeweils 6,2%) und Malta (5,8%). Sechs Länder verzeichneten einen Haushaltsüberschuss, wobei Dänemark (3,3%), Zypern (2,1%) und Irland (1,6%) am besten abgeschnitten haben.
Schuldenberge
In Sachen Staatsschulden gehört Belgien zu den 13 schlechtesten Schülern in der EU bzw. in der Eurozone, in denen der Schuldenberg über 60 % des BIP beträgt. Unser Land hat einen Schuldenberg in Höhe von 105,1 % des Brutto-Inlandsprodukts aufgehäuft. Das ist allerdings ein Rückgang gegenüber 2021, als sich die Staatsschuld auf 109,1 % des BIP belief.
Noch schlechter schneiden hier Griechenland (171,3%), Italien (144,4%), Portugal (113,9%), Spanien (113,2%) und Frankreich (111,6%) ab. Die niedrigste Staatsschuld ist in Estland (18,4%), Bulgarien (22,9%), Luxemburg (24,6%), Dänemark (30,1), Schweden 33,0) und Litauen (38,4 %).

