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Das Archiv der Gesellschaft für das belgische Zugpferd bekommt im Museum für das Zugpferd eine neue Bleibe

Das Museum für das belgische Zugpferd, auch als Brabanter Zugpferd bezeichnet, bietet dem Königlichen Archiv der Gesellschaft für das belgische Zugpferd eine neue Bleibe. Das Museum befindet sich in Vollezele bei Galmaarden in der Provinz Flämisch-Brabant. Jetzt ist die Geschichte dieses für diese Region so typische Nutztier an einem einzigen Ort zu konsultieren, was beide Einrichtungen außerordentlich freut.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Das Museum für das Brabanter Zugpferd hat sein Zuhause im ehemaligen Gemeindehaus von Vollezele, ein Dorf in der Kommune Galmaarden. Dies ist quasi das Epizentrum der Geschichte dieses weltweit bekannten und beliebten Nutzpferdes. Seit dem auch das Archiv der Gesellschaft für das belgische Zugpferd dort eine definitive Bleibe finden konnte, ist dieses Museum mehr denn je das historische Zentrum für dieses Thema.

Das Archiv war bisher in der Privatwohnung eines der Mitglieder dieser Gesellschaft untergebracht, doch es platzte nach und nach aus dem Rahmen. Die Sammlung umfasst historische Stammbücher zahlloser Pferde und Dokumente aber auch zahllose Kunstwerke mit Brabanter Pferden als Motiv: Statuen, Zeichnungen, Gemälde, Fotos…

Wir mussten für unser Kulturerbe einen anderen Ort finden.“

Jan De Boitselier, Vorsitzender der Gesellschaft für das belgische Zugpferd

Jan De Boitselier, der Vorsitzende der Gesellschaft für das belgische Zugpferd, sagte dazu gegenüber VRT NWS: „Wir mussten für unser Kulturerbe einen anderen Ort finden. Wir haben dann Kontakt mit ‚Zender‘ aufgenommen, die Kulturerbe-Gesellschaft für unter anderem das Pajottenland (eine Region in Flämisch-Brabant nördlich von Brüssel (Red.)). Sie haben uns bei der Inventarisierung des Archivs geholfen und sie haben uns in Kontakt mit dem Museum in Vollezele gebracht. Eigentlich kommen wir jetzt nach Hause.“ Daraus lässt sich schließen, dass sich beide Einrichtungen - so seltsam das auch klingen mag - vorher nicht wirklich kannten.  

Die Heimat des Brabanter Zugpferdes

Vollezele ist denn auch quasi die Heimat dieser Pferdeart. Und hier wurde 1886 das erste Stammbuch für Brabanter Zugpferde geöffnet, wie Jan De Boitselier weiter erzählte: „Züchter aus Vollezele waren seinerzeit Weltmeister für das Brabanter Zugpferd in Paris. Das war die eigentliche Basis für die Entstehung des Stammbuchs, dass 1886 geöffnet wurde. Das war damals das Prüfsiegel, das Label für die besten Zugpferde der Welt.“

Für unsere Region waren die Pferde jahrzehntelang das wichtigste Exportprodukt, wichtiger als Kohle und Stahl zusammen.“

Jan De Boitselier, Vorsitzender der Gesellschaft für das belgische Zugpferd

Für diese Region in Flämisch-Brabant waren die Pferde jahrzehntelang das wichtigste Exportprodukt, „wichtiger als Kohle und Stahl zusammen.“ Der Vorsitzende sagte, dass solche Pferde nach Amerika, Russland und Mexiko verkauft wurden, „aber auch an die uns umgebenden Länder. Wir wollen das belgische Zugpferd mit dem Museum und mit unserer Zucht weiter am Leben erhalten. Es ist wichtig, dass unser Archiv jetzt vollständig erschlossen wird.“ Es soll einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und auch der Wissenschaft. „Hier ist ein idealer Platz dafür“, so De Boitselier abschließend.“ 

Info:  www.museumvanhetbelgischtrekpaard.be

Jan De Boitselier im Zugpferd-Museum in Vollezele
Brabanter Zugpferde bei der Arbeit bzw. bei einer Vorführung

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