Die flämische Regierung hat beschlossen, das System der dualen Schulausbildung, bei dem die Schülerinnen und Schüler den Unterricht im Klassenzimmer mit dem praktischen Lernen am Arbeitsplatz kombinieren können, deutlich auszuweiten. Ab dem nächsten Schuljahr im September werden 266 zusätzliche duale Ausbildungsgänge in 81 verschiedenen Sekundarschulen angeboten. Dies entspricht einer Steigerung des Angebots um 22 %.
Das Angebot an dualen Ausbildungsgängen wird in Flandern ab September deutlich erweitert
Seit dem Schuljahr 2019-2020 ist die duale Ausbildung ein vollwertiger Bildungsweg, der in der flämischen Sekundarstufe absolviert werden kann. Dieses System ermöglicht es Schülern ab 15 Jahren, den Unterricht im Klassenzimmer mit dem Lernprozess in einem beruflichen Umfeld zu kombinieren. Auf diese Weise werden sie besser auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.
Auch die Schulen können ihre Schüler so besser motivieren und den Unterricht noch praxisorientierter gestalten. Die Unternehmen wiederum bilden auf diese Weise zukünftige Mitarbeiter aus, die alle notwendigen Fähigkeiten erhalten haben, um am Arbeitsplatz zu funktionieren und sich schnell zu integrieren.
Fast 1.500 Studiengänge stehen zur Verfügung
Derzeit gibt es 1.173 verschiedene duale Ausbildungsgänge, die in 160 Schulen in ganz Flandern angeboten werden. Die flämische Regierung hat nun grünes Licht für weitere 266 duale Ausbildungsgänge in insgesamt 81 Sekundarschulen gegeben. Ab dem neuen Schuljahr im September werden somit 1.439 duale Ausbildungsgänge an niederländischsprachigen Schulen angeboten. Vor allem Schulen, die bereits duale Ausbildungen angeboten haben, werden das System erweitern.
Darüber hinaus werden zehn Ausbildungen erstmals im dualen System angeboten, darunter die Ausbildungen zum Stanzer, Metzger, Zahntechniker und Zementfuger.
"Die technische und berufliche Bildung steht in enger Verbindung mit dem Arbeitsmarkt, und dank des dualen Systems bauen wir noch mehr Brücken zu den Unternehmen", sagte der flämische Bildungsminister Ben Weyts. Er kündigte an, dass das System Jahr für Jahr weiter ausgebaut werden soll.
Auch der Landesbeschäftigungsminister Jo Brouns betont die Bedeutung dieses dualen Systems. "Mit einer Ausbildung, die über ein berufliches Umfeld läuft, geben wir den Jugendlichen mehr Möglichkeiten, die Berufe zu entdecken, die ihnen wirklich zusagen".
