Linke Demonstranten haben den flämischen rechtsextremen Politiker Dries Van Langenhove angegriffen, als dieser am Mittwochabend auf dem Weg zum umstrittenen Vortrag des österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner an der Universität Leuven war. Die KUL hatte im Vorfeld versucht, die Veranstaltung zu verbieten.
Rechtsextremer Ex-Abgeordneter Van Langenhove unterwegs zum Vortrag von Martin Sellner angegriffen
Van Langenhove war bis Anfang des Jahres als unabhängiges Mitglied der rechtsextremen Vlaams-Belang-Fraktion im belgischen Parlament tätig. Martin Sellner, der als Nazi-Sympathisant bekannt ist, sprach auf Einladung der nationalistischen Studentenvereinigung NSV. Die Universität Leuven verbot den Vortrag zunächst aus Sicherheitsgründen. Die Studentenvereinigung zog vor Gericht und bekam Recht, musste jedoch eine private Firma beauftragen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Am Mittwochabend marschierte eine Gruppe von etwa 40 linken Aktivisten vom Bahnhof Leuven zum Hörsaal, in dem die Vorlesung stattfand. Unterwegs begegneten sie Dries Van Langenhove. Es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen den linken Demonstranten und den Begleitern von Van Langenhove. Die Polizei musste die beiden Gruppen trennen und erstellte ein Protokoll über die Angreifer.
Abgesehen von dem kurzen Scharmützel kam es zu keinen weiteren Zwischenfällen. Rund 100 NSV-Mitglieder und Sympathisanten hörten sich den Vortrag an.

