Zum Hauptinhalt springen

Transportplan 2023-2026: Die belgische Bahn plant bessere Anbindungen für 26 Bahnhöfe

Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB will in ihrem neuen Transportplan 2023-2026 die Anbindung an Brüssel verbessern. Für 26 Bahnhöfe des Landes soll es morgens und abends bessere Verbindung von und zur Hauptstadt geben. In einer Pressemitteilung kündigt die Bahn zudem einen besseren Empfang für die Reisenden in den Stationen an. Dazu gehört auch, dass in vielen Bahnhöfen die Toiletten modernisiert werden.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In den vergangenen Tagen legte die NMBS ihren neuen Transportplan allen Beteiligten vor: Dem eigenen Verwaltungsrat, den politischen Instanzen und auch den anderen Mobilitätsaktoren. Am meisten profitiert die Brüsseler Hauptstadt-Region von den ambitionierten Vorhaben.

In erster Linie will die belgische Bahn die Zahl der Züge sowohl in der Woche, als auch an den Wochenenden deutlich erhöhen. Ab Dezember 2024 z.B. sollen Freitags- und Samstagsabends bis nach 1 Uhr Spätzüge eingesetzt werden, die es ermöglichen, zu später Stunde noch von Brüssel „nach Hause zu fahren“. Ein zusätzlicher Spätzug soll auch zwischen Antwerpen und Brüssel abfahren. 

Brüssel und Umgebung

Vom neuen Transportplan der Bahn profitieren aber vor allem Städte und Gemeinden in der Umgebung von Brüssel. Aber, auch zwischen den größeren Städten und Brüssel soll die Frequenz der Züge angehoben werden. Die Zahl der IC-Züge zwischen Lüttich bzw. Charleroi und Brüssel soll verdoppelt werden, so die NMBS-Pressemitteilung.

Mehr Züge zwischen den Zentren des Landes sowie von und nach Brüssel entsprechen den deutlichen Vorgaben, die sich die NMBS selbst auferlegt hat. Bis 2026 z.B. sollen pro Stunde 2.190 direkte Anschlüsse gewährt werden - 12 % mehr als heute. Die Zahl der Fahrgäste soll bis 2032 um 30 % steigen können.

Mehr Komfort in den Bahnhöfen

Neben einem besseren Zug- und Fahrplanangebot will die belgische Bahn aber auch den Empfang und den Komfort in ihren Bahnhöfen verbessern. Das betrifft auch die Anschlüsse an die anderen Verkehrsmittel bzw. an die Busse und Bahnen der anderen regionalen Anbieter. Bahnhöfe sollen zudem leichter von Personen mit Einschränkungen erreicht werden können. Das bedeutet z.B. höhere Bahnsteige, Aufzüge und Handgriffe für Blinde oder Schlechtsehende. Nicht zuletzt sollen auch weitere Fahrradstellplätze geschaffen werden.

Ein wichtiger Punkt ist auch die Verbesserung der Qualität und der Sauberkeit in den Bahnhofs-WCs. In insgesamt 14 größeren und großen Bahnhöfen werden die Toiletten nach und nach in einem „Totalkonzept“ renoviert. Dazu arbeitet die NMBS mit dem niederländischen Sanitärbetreiber 2theloo zusammen, der in den kommenden 8 Jahren in Belgien Bahnhofstoiletten betreiben wird.

Neue bzw. modernisierte und den heutigen Standards entsprechende  Toiletten sollen nach und nach in folgenden Bahnhöfen angeboten werden: Antwerpen-Zentral, Brügge, Brüssel- Nord, -Zentral und -Süd/Midi, Charleroi-Zentral, Gent-Sint-Pieters, Kortrijk, Löwen (obschon es dort seit einigen Monaten neue WCs gibt), Lüttich-Guillemins, Mechelen (hier wird ein ganz neuer Bahnhof gebaut), Mons (hier wird ein ganz neuer Bahnhof gebaut), Namür und Ottignies. Das bringt aber mit sich, dass hier der Preis für einen Toilettenbesuch von derzeit 50 Eurocent auf 1 € angehoben wird. Kleinere Stationen sind nicht in diese Pläne mit einbezogen worden.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5