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Flanderns Bieneninstitut schlägt Alarm: "Imker erleben ein massives Bienensterben!"

Das Flämische Bieneninstitut (VBI) meldet, dass in verschiedenen Regionen in Flandern bis zu 75 % der Bienenvölker den vergangenen Winter nicht überlebt haben. An einigen Stellen haben die Imker alles verloren. „Wir rufen die Regierung dazu auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen. Die Imker erleben ein massives Bienensterben“, so René De Backer vom VBI. 

Andreas Kockartz
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Das Flämische Bieneninstitut befragt jedes Jahr die der Einrichtung angeschlossenen Imker zur Wintersterblichkeit ihrer Bienenvölker. Normalerweise werden die Ergebnisse dieser Umfrage Ende Februar präsentiert. Dieses Jahr wurden dabei 23 % Wintersterblichkeit gemeldet, eine leichte Verbesserung gegenüber 2022. Doch inzwischen ist deutlich geworden, dass dies nur die halbe Wahrheit war. „Die Resultate sind eine grobe Unterschätzung“, so VBI-Vorstand René De Backer: „Es sind im Nachhinein noch hohe Verluste aufgetreten und viele Betroffene schämen sich zu sehr, ihre Verluste zuzugeben, denn dann fühlen sie sich wie schlechte Imker.“

Laut VBI haben zahlreiche Imker bis zu 75 % ihrer Völker verloren. Die Verluste, die jetzt ersichtlich sind, kommen regional sehr unterschiedlich vor. Imker in der Region Lier, Sint-Katelijne-Waver und Nijlen in der Provinz Antwerpen sind am stärksten betroffen, während die Provinz Limburg kaum zu klagen hat. Allerdings haben limburgische Imker in der Umgebung von Sint-Truiden oder Bokrijk wiederum alles verloren. „Unerklärlich und bizarr,“ nennt dies De Backer.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Warum hatten es die Bienen im vergangenen Winter so schwer?

„Es gibt auf der einen Seite zu wenig Blumen, die die Bienen ausreichend mit Nektar und Blütenstaub versorgen, weil viele Gärten verhärtet sind. Zum anderen taucht häufiger die Varroamilbe auf, ein Parasit, der uns seit geraumer Zeit schon plagt. Aber wir sehen auch dieses Jahr hohe Verluste bei Bienenvölkern, die eigentlich gegen diese Milbe bestehen können. Also müssen hier andere Faktoren mitspielen,“ so De Backer, der auch auf andere Plagegeister verweist, wie z.B. die Asiatische Hornisse.

Diese Wespenart sorgt offenbar wiederum in Westflandern für Probleme bei der Bienenzucht. René De Backer will, dass der Fokus der Untersuchungen, um gegensteuern zu können, breiter angelegt wird, als nur in Richtung der Varroamilbe und der Asiatischen Hornisse. Und er ruft die flämische Landesregierung dazu auf, etwas zu unternehmen: „Das dramatische Bienensterben muss aufhören. Es werden in Flandern viel Initiativen ergriffen, um der Natur zu helfen, doch eigentlich ist dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“ 

Warum brauchen wir die Bienen so dringend?

Etwa 70 bis 80 % unserer Lebensmittel sind abhängig von der Bestäubung durch Bienen. Von dieser Bestäubung lebt die gesamte pflanzliche Lebensmittelindustrie und natürlich auch die Landwirtschaft. „Wenn wir keine aktiven Bienenvölker mehr haben, die die Pflanzen befruchten, dann werde die Mahlzeiten auf unserem Teller sehr karg…,“ so der Vorsitzende des Flämischen Bieneninstituts. 

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