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Die Brüsseler Regionalregierung ist gegen eine Verbreiterung des Rings: "Mehr Fahrstreifen bedeuten mehr Verkehr"

Die Brüsseler Regionalregierung ist mit den Plänen der flämischen Landesregierung, den Brüsseler Ring zu verbreitern, nicht einverstanden. Flandern möchte an bestimmten Punkten auf dem Ring zusätzliche Fahrstreifen anlegen, damit der Verkehr schneller verlaufen kann. „Aber mehr Fahrbahnen bedeuten eher mehr Verkehr“, so Brüssels regionale Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt (Groen) dazu. 

Andreas Kockartz
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Vor kurzem legte Flandern seinen Raumordnungsplan für den nördlichen Teil des Brüsseler Rings auf flämischem Grundgebiet vor. Weil es dort häufig zu Staus kommt, möchte die flämische Landesregierung einen beschleunigten Verkehrsfluss und darum soll dort an einigen neuralgischen Punkten eine weitere Fahrbahn angelegt werden. In Wemmel (Foto oben) soll die Zahl der Fahrstreifen pro Fahrtrichtung von 3 auf 4 erhöht werden, was in Brüssel auf Protest stößt.

„Die flämische Regierung findet, dass es hier zu viele Staus gibt. Ihre Antwort darauf ist eine zusätzliche Fahrbahn. Eine extra Fahrbahn wird vielleicht eine Zeit lang für einen schnelleren Verkehrsfluss sorgen, doch danach zieht sie mehr Verkehr an“, so Brüssels grüne Mobilitätsministerin Van den Brandt: „Viele Beispiele aus dem Auslandzeigen, je mehr Fahrbahnen man anlegt, je mehr Verkehr verursacht das. Und das wird auch in Brüssel passieren. Wir von Brüssel aus wollen genau das Gegenteil. Das Verbreitern des Brüsseler Rings ist für uns keine Lösung.“

Viele Beispiele aus dem Ausland zeigen, je mehr Fahrbahnen man anlegt, desto mehr Verkehr verursacht das. Und das wird auch in Brüssel passieren.“

Brüssels regionale Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt

„Wir setzen in Brüssel schon sehr lang auf weniger Autoverkehr aus Gründen der Lebensqualität in der Stadt. Wir haben hier sehr viele Staus und sehr viele Leute stecken in diesen Staus fest. Die Luftqualität und die Verkehrssicherheit leiden darunter. Mit freigemachtem Raum wollen wir andere Dinge unternehmen und wir wollen auf Alternativen setzen. Wir wollen die Leute zum Beispiel mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Brüssel locken,“ so die niederländischsprachige Brüsseler Grüne.

Van den Brandt will auf jeden Fall in dieser Sache mit der flämischen Landesregierung in den Dialog treten: „Wichtig ist, dass die Verkehrssicherheit auf dem Brüsseler Ring verbessert wird, um so den Verkehr zu beschleunigen. Dafür sind in der Tat Eingriffe nötig, doch das darf keinen zusätzlichen Autoverkehr nach Brüssel bringen. Zusätzliche Fahrstreifen stehen entgegen unseren Visionen. Es werden noch viele Möglichkeiten zum Einspruch kommen, auch auf Ebene der betroffenen Gemeinden. Wir müssen zu einem Projekt kommen, dass gemeinsam getragen wird.“ 

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