Die „Last Post“, die tägliche musikalische Ehrung der vermissten Soldaten des Ersten Weltkriegs, wurde an diesem Montag (17. April) zum ersten Mal seit 1927 nicht unter, sondern vor dem Menenpoort in Ypern aufgeführt. Grund dafür ist, dass dieser monumentale Ehrenbogen einer gründlichen Restaurierung unterzogen werden muss.
Zum ersten Mal seit 1927 wurde die "Last Post" nicht unter dem Menenpoort in Ypern gespielt
In diesem Ehrenbogen stehen die Namen von rund 54.000 vermissten Soldaten aus dem Commonwealth eingraviert, die am Ersten Weltkrieg teilgenommen haben.
Seit der offiziellen Einweihung dieses weltweit bekannten Monuments 1927 wird die „Last Post“ täglich dort aufgeführt. Unter Umständen finden sich dort dann hunderte Zuschauer ein.
Doch jetzt muss dieser Ehrenbogen gründlich restauriert werden. Inzwischen ist der Menenpoort in einem recht schlechten Zustand. Zuerst wird eine Schicht Asbest von dem Bindegewebe über der Straße, die unter dem Denkmal hindurchführt, entfernt. Danach wird das Dach des Tors abgedichtet und mit einer Bepflanzung verstärkt.
Anschließend werden die Ziegel- und die Natursteine der Außenflächen, wo notwendig, ersetzt. In der letzten Restaurierungsphase werden dann die Keller, das Treppenhaus und die Öffnungen des Dachs erneuert. Für die Arbeiten, die rund 2 Jahre dauern werden, sind Baukosten von etwa 4 Mio. € veranschlagt.
