Beim Prozess zu den Terroranschlägen auf Brüssel am 22. März 2016 geht es ab Montag in eine neue Phase. Jetzt sind die Aussagen der Experten an der Reihe, die die Folgen der islamistischen Anschläge beleuchteten. Damit sind die Kreuzverhöre der Angeklagten abgeschlossen. Diese waren besonders für die Opferverbände nicht besonders aufschlussreich.
Nächste Phase im Brüsseler Terrorprozess: Die Experten machen ihre Aussagen
In den vergangenen beiden Wochen wurden den Angeklagten hunderte Fragen zu deren Leben und Persönlichkeit, zu deren Beweggründen, sich der Terrorbewegung IS anzuschließen, zu ihren Reisen nach Syrien und in den Irak, zu ihrer Festnahme und zu ihren Zukunftsplänen gestellt. Doch dabei kam es nicht wirklich zu erhellenden Aussagen oder Enthüllungen.
Die Angesprochenen verwiesen meistens auf Rache für die Einmischung des Westens in Syrien und im Irak, um ihren Anteil am Kampf für IS und an den Anschlägen zu rechtfertigen. Als die Anwälte der Opfer Fragen zu möglichen Entschuldigungen stellten, hieß es bei fast allen, dass sie entweder unschuldig seien oder „dass dies kein Augenblick für so etwas sei.“
Jetzt sind die Experten an der Reihe, die die Folgen der Anschläge analysierten oder die in die Ermittlungen nach den Bombenexplosionen involviert waren. Das sind z.B. Vertreter des Nationalen Instituts für Kriminalistik und Kriminologie (NICC), die sich mit der Analyse von DNA befassen, das ist der Toxikologe Jan Tytgat, das sind aber auch Sprengstoffexperten oder Gerichtsmediziner und Vertreter der Spurensicherung der Polizei.
