Dem „In Flanders Fields“-Museum zur Geschichte des Ersten Weltkriegs in Ypern in Westflandern ist eine einmalige Sammlung an Briefen von zwei Brüdern aus Frankreich übergeben worden, die an diesem Krieg teilgenommen haben. Teilweise sind diese Briefe mit unsichtbarer Tinte geschrieben worden, denn es ging hier auch um einen Fluchtplan aus einem Kriegsgefangenenlager in Münster in Deutschland. Es handelt hierbei sich um eine Sammlung von etwa 250 Briefen.
Erster Weltkrieg: Einmalige Briefsammlung für das "In Flanders Fields"-Museum in Ypern
Entdeckt hatte Aurore Fauré-Cazeneuve diese Briefe vor zwei Jahren, als sie in Südfrankreich den Speicher des Hauses ihrer Großeltern aufräumen wollte. Diese Briefe stammten von ihrem Großvater und ihrem Großonkel und wurden vor über 110 Jahren während des Ersten Weltkriegs verfasst. Damit wollten Alfred und Ernest Cazeneuve ihrer Familie die Eindrücke der Kämpfe in Westflandern und aus dem Kriegsgefangenenlager im deutschen Münster schildern.
Großonkel Ernest war am 13. November 1913 irgendwo zwischen Hollebeke und Wijtschate bei Ypern in Westflandern in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten und nach Münster gebracht, in ein Lager, in dem auch belgische Kriegsgefangene festgehalten wurden.
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Flucht geplant
Um der Zensur der Deutschen zu entgehen, schrieb Ernest Cazeneuve einige dieser Briefe mit unsichtbarer Tinte. Er beschrieb darin so auch seine Pläne, aus dem Lager in Münster zu fliehen. Aurore Fauré-Cazeneuve nutzte ein spezielles chemisches Produkt, um diese Briefe lesbar zu machen und um damit zu erfahren, was diese erzählten.
Jetzt entschied sie sich gemeinsam mit ihrer Familie dazu, diese Briefe dem „In Flanders Fields“-Museum zu übergeben. Dort stellen sie eine einmalige Sammlung der, die die Kollektion und die wissenschaftliche Arbeit dort mit Sicherheit bereichern werden. Dieses Museum erhält fast täglich neue Gegenstände, Briefe oder Fotos und andere Artefakte. Manche davon sind, wie in diesem Fall hier, besonders berührend und bieten weiter Facetten zur Geschichte des Ersten Weltkriegs, der hier in Belgien auch „Der Große Krieg“ genannt wird.
