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Neues Leben für die Kornspeicher von Leuven: Moderne Wohnungen, Gastronomie und ein "Stadtbalkon"

Den berühmten Kornsilos am Kanal „Vaartkom“ in Leuven (dt.: Löwen) in Flämisch-Brabant wird wohl bald neues Leben eingehaucht. Diese ikonischen Landmarks sind Wahrzeichen in der altehrwürdigen Universitätsstadt und sie sollen in ihrem neuen Leben Modernität erfahren, wenn denn der Bauantrag der Projektentwickler Ertzberg und DCA grünes Licht von Stadt und Provinz bekommt.

Andreas Kockartz
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In den beiden Kornsilos sollen moderne Appartements und Studios, sowie ein Restaurant, ein Café, ein Hotel, kulturell multifunktionale Räumlichkeiten, Geschäfte und ein Kongresszentrum entstehen. Doch der Clou ist eigentlich das, was darüber gestülpt werden soll: Ein Stadtbalkon, der in allen vier Himmelsrichtungen einen Blick über Löwen und die weitere Umgebung bieten soll.

Pläne, dass in diesen Silos etwas Neues entstehen soll, liegen schon seit rund 15 Jahren vor. Doch jetzt wurde zum ersten Mal ein konkreter Projektantrag eingereicht.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

In den 1960er Jahren gebaut

Die beiden Kornsilos wurden in den 1960er Jahren erbaut und gehören seit dem zur Skyline von Löwen. Sie entstanden im Auftrag der Brauerei von Stella Artois. Hier wurde Korn gespeichert, das zum Brauen von Bier verwendet wurde. Doch inzwischen werden sie schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr genutzt.

Vor Jahren wollte der aktuelle Besitzer, der belgisch-brasilianische Bier- und Getränkekonzern AB InBev, die Silos sogar abreißen lassen und besaß dazu auch schon eine Genehmigung. Doch da hatte der Löwener Projektentwickler Jo Vandebergh von Ertzberg etwas dagegen. Er konnte AB InBev und die damalige Mehrheit im Rathaus dazu bringen, den Abriss abzublasen.

Ein Plan wird entworfen

Seit dem brütete Vandebergh mit seinem Unternehmen Ertzberg über Pläne und Ideen für eine neue Nutzung der Türme. Dazu wurden auch technische Untersuchungen durchgeführt, denn bei den jetzt vorgelegten Plänen steht auch die statische Sicherheit und Machbarkeit im Vordergrund.

Das Projekt bekam den Titel „SILO54“. Die Zahl 54 steht für die insgesamt 54 Kornspeicherröhren, die sich in den beiden Türmen befinden. Davon bleiben nur 24 bestehen und zwar die, die den Türmen ihr ikonisches Aussehen verleihen. Der Charakter des Bauwerks soll ja im Wesentlichen bestehen bleiben.

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"Donut"

Über den beiden Türmen entsteht ein völlig neues Gebäude, „Donut“ genannt. Dieser Teil des Plans wird eine in einer Höhe von 18 Metern über den Türmen „schwebende“ Konstruktion sein, zu der auch der „Stadtbalkon“ gehören wird. Dieser wird über einen Aufzug für Jedermann zu erreichen sein. Dieser Balkon, so sehen es die Pläne vor, wird durch eine 2 Meter hohe Glasbrüstung abgesichert, „damit alle Besucher in allen, Richtungen eine freie Sicht genießen können.“

In den Türmen selber entstehen etwa 200 Appartements und Studios bzw. 60 größere Wohnungen. Das Hotel soll 87 Zimmer bieten, die auf den insgesamt 12 Stockwerken verteilt zu finden sein werden. Und, das ganze Konzept wird nachhaltig und energiesparend sein. Noch läuft das offizielle Genehmigungsverfahren. Erst danach soll Architekt Xavier De Geyter Genaueres preisgeben, wie es dazu heißt. 

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