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Inland
Wirtschaft

Interne Prüfung bei Bpost deckt illegale Absprachen bei der Zeitungszustellung auf

Eine einer interne Revision der belgischen Post Bpost kommt zu dem Schluss, dass Dirk Tirez, der ehemalige CEO der Post, und zwei seiner Direktoren gegen die Wettbewerbsregeln für die Zeitungszustellung verstoßen haben. Es wird auch von einer Dokumentenfälschung gesprochen, wie die Zeitungen De Tijd und L'Echo am Freitag berichteten.

Belga
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Die Ergebnisse dieser Revision wurden diese Woche Petra De Sutter (Groen), der für Bpost zuständigen Ministerin, vorgelegt. Offenbar nahmen die drei hochrangigen BPost-Manager - die schon vergangenes Jahr entlassen wurden - an Treffen zwischen dem Zeitungszusteller PPP und den Zeitungsverlagen DPG Media und Mediahuis teil, als die verschiedenen Bewerber für die Zeitungszustellung noch kein Angebot für die Konzession abgegeben hatten.

Eine Zeit lang waren PPP und Bpost Konkurrenten um den Zuschlag für diesen Auftrag. Unter diesen Umständen kam es zu einer dreiseitigen Vereinbarung, einer Art (illegalem) Deal, über den sich die Zeitungsverleger bereit erklärten, PPP ein bestimmtes Volumen an zu verteilenden Zeitungen für die Region Gent zu übertragen, wenn PPP im Gegenzug seine Bewerbung um die neue Konzession zurückzog und damit de facto den Weg für Bpost frei machte.

Außerdem sollen Dokumente gefälscht worden sein, um diese illegal geschlossenen Vereinbarungen zu vertuschen. Einigen Führungskräften von Bpost könnten strafrechtliche Tatbestände vorgeworfen werden, erfuhren die beiden Wirtschaftszeitungen aus der internen Revision. Die Unterlagen und die Schlussfolgerungen dieser Prüfung wurden der belgischen Wettbewerbsbehörde übermittelt, die ebenfalls ermittelt. Auch die Staatsanwaltschaft in Brüssel verfolgt den Fall aufmerksam.

Der letztes Jahr entlassene CEO von Bpost, Dirk Tirez

Petra De Sutter fordert eine bessere Organisationskultur

Als Reaktion auf die Artikel in den Tageszeitungen De Tijd und L'Echo erklärte die Ministerin für öffentliche Unternehmen Petra De Sutter (Foto unten) am Freitag, sie erwarte vom neuen CEO von Bpost, dass er an einer neuen Organisationskultur innerhalb des Postunternehmens mitwirke. "Es liegt nun am Verwaltungsrat und am Vorstand, dafür zu sorgen, dass die Empfehlungen der Rechnungsprüfung mit der nötigen Sorgfalt umgesetzt werden", kommentierte De Sutter. Sie fügte hinzu, dass sie sich regelmäßig mit diesen Gremien treffen werde, um die Folgemaßnahmen zu überwachen.

"Anhand des Auditberichts wird zu prüfen sein, ob hinsichtlich der Angelegenheit der Auftragsvergabe für den Zeitungsvertrieb weitere Schritte unternommen werden müssen. Dies fällt vollständig in den Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministers Pierre-Yves Dermagne", schloss De Sutter.

Bpost wollte sich am Freitag nicht zu diesem laufenden Vergabeverfahren für einen Auftrag, der von 2024 bis 2028 läuft, äußern. Das Unternehmen stellt jedoch klar, dass es nicht auf einen neuen CEO gewartet habe, um die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die internen Prozesse und Kontrollmechanismen zu verbessern und zu verhindern, dass in Zukunft weitere illegale Geschäfte ans Licht kommen, wie es aus einem internen Bericht hervorzugehen scheint.

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