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Verursacht der EU-Ratsvorsitzende zu hohe Kosten? Charles Michel weist Vorwürfe entschieden zurück

Seit geraumer Zeit wird der EU-Ratsvorsitzende Charles Michel unter anderen in den Medien scharf wegen seiner Ausgabenpolitik kritisiert. Der frühere belgische Premierminister voll vor allem bei seinen offiziellen Reisen für zu hohe Kosten sorgen, so die Kritik. Inzwischen aber weist Michel die Vorwürfe entschieden zurück und verteidigt die Tatsache, dass die Kosten angestiegen sind.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Beim aktuellen EU-Ratsvorsitzenden Charles Michel sollen die Reisekosten bis zu viermal höher liegen, als bei seinen Vorgängern lautet die Kritik in verschiedenen Medien und er würde sich zu sehr um sein eigenes Image kümmern. Unter anderem wird dem Belgier vorgeworfen, Dienstreisen mit gecharterten Privatflugzeugen zurückzulegen. Das aber liege in der Natur der Sache, so der Angesprochene.

Michel reagierte in einigen belgischen Tageszeitungen auf die Vorwürfe auch mit dem Argument, dass sich die Zeiten geändert hätten, vor allem auch im internationalen Kontext. Er erinnerte zum Beispiel daran, dass es in Europa einen Krieg gebe. Damit verwies Michel auf die diplomatischen Aktivitäten aufgrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine.

Als EU-Ratsvorsitzender gehöre es zu seinen Aufgaben, so Michel weiter, dass er die Interessen der Europäischen Union vertreten und verteidigen müsse. Es sei ihm allerdings lieber, kritisiert zu werden, weil er zu viel tue, als sich vorwerfen lassen zu müssen, er würde zu wenig unternehmen. 

Michel organisiert seine Reisen nicht selbst

Dass er in diesem Kontext auch an Bord vor Privatflugzeugen reise, sei nicht seine Entscheidung oder die seiner Mitarbeiter, sondern von unabhängigen EU-Beamten, die seine Reisen organisieren würden. Diese würden jede Anfrage für eine Dienstreise prüfen und entsprechend organisieren. Charles Michel gab auch zu verstehen, dass sich seine Reisekosten kaum von denen der EU-Kommission unterscheiden würden.

Gegenüber der frankophonen Tageszeitung Le Soir wurde Michel deutlich: „Wenn man mich angreift, dann attackiert man eigentlich meine Institution.“ Auf die Frage, wer hinter der Kritik an ihm und an seinen Reisekosten stehen könnte, ging er nicht wirklich ein, sagte aber, dass er Opfer einer gezielten Kampagne sei. 

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