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Neuer Trend Homeschooling? Immer mehr Grundschulkinder bekommen in Belgien Hausunterricht

Wer dachte, dass viele Eltern nach langem Homeschooling während der Corona-Pandemie geheilt sind, der hat sich wohl getäuscht. In Belgien bekommen immer mehr junge Grundschulkinder Unterricht von ihren Eltern zu Hause. Die Zahl dieser Kinder hat sich in unserem Land in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht.

Andreas Kockartz
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Aus Zahlen aus dem belgischen Bundesparlament ist ersichtlich, dass im laufenden Schuljahr etwa 1.100 Grundschulkinder zu Hause unterrichtet werden. Das sind rund dreimal mehr Kinder als noch vor fünf Jahren. Möglich ist dies aufgrund eines belgischen Gesetzes, nach dem in unserem Land Lernpflicht gilt aber nicht Schulpflicht. Das bedeutet, dass Kinder zu Hause unterrichtet werden können, z.B. von ihren Eltern. Allerdings müssen diese Kinder, um ihre Abschlüsse zu erlangen, zu gegebenen Zeitpunkten Prüfungen und Klausuren vor einer Jury aus Lehrkräften ablegen.

Im belgischen Bundesland Flandern müssen die Eltern von Kindern, die zu Hause unterrichtet werden, dies beim Landesbildungsministerium angeben (beim „Schalter für Hausunterricht“), damit sie für die entsprechenden Prüfungen registriert sind. In Belgien gilt die oben erwähnte Lernpflicht ab einem Alter von 5 Jahren (im Kindergarten) und dauert bis zum Alter von 18 Jahren (Schule oder Ausbildung). 

Jetzt erweist sich, dass sich dieser Trend immer mehr durchsetzt und dass sogar nach Corona immer mehr Kinder zu Hause unterrichtet werden.“

Loes Vandromme, Abgeordnete CD&V

Homeschooling während der Corona-Pandemie hat dem Heimunterricht offenbar neuen Elan gegeben, denn seit dem steigen die Zahlen der zu Hause unterrichteten Kinder in unserem Land. Die flämische Christdemokratin Loes Vandromme (CD&V), Bildungsfachfrau ihrer Partei und Abgeordnete in der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament, sagte dazu gegenüber VRT NWS: „Jetzt erweist sich, dass sich dieser Trend immer mehr durchsetzt und dass sogar nach Corona immer mehr Kinder zu Hause unterrichtet werden.“

Vandromme plädiert, dass dieses Thema gründlich analysiert und erforscht wird. Für sie ist neben den Erfahrungen während Corona auch ein Grund, dass das Alter für Lernpflicht in Belgien von bisher 6 auf 5 Jahre gesenkt wurde, „doch das können nicht die einzigen Gründe sein.“  

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