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Inland
Justiz

Brüsseler Terrorprozess: "Auge um Auge, Zahn um Zahn"

Beim Schwurgerichtsverfahren zu den Anschlägen auf Brüssel vom 22. März 2016 hat die vorsitzende Richterin den Angeklagten die Frage gestellt, was das Ziel der Bombenattentate gewesen sei. Die Antworten vielen unterschiedlich aus, doch bei einigen ging es um Hass gegen den Westen und bei anderen um Vergeltung für die Bomben auf Syrien.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Salah Abdeslam, einer der Hauptangeklagten, hatte eigentlich stets gesagt, dass er mit den Anschlägen auf Brüssel nichts zu tun habe, denn seinerzeit saß er bereits wegen der Attentate auf Paris im November 2015 in einer Zelle. Doch zur Frage, warum IS-Kämpfer im Allgemeinen Bombenanschläge in Europa verüben, wurde er deutlich.

Dies sei Rache für die Bombardements des Westens auf den Islamischen Staat in Syrien, denn dabei habe es viele zivile Opfer gegeben und dies mehr als bei den Anschlägen in Europa.

Einige der Angeklagten pflichteten Abdeslam bei. Unter ihnen sind auch ehemalige Syrien-Kämpfer der IS, die mit dem Flüchtlingsstrom nach Europa geschleust wurden. Ihre Aussage ist die gleiche, Rache: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“

Sofien Ayari gab zu verstehen, dass er angesichts der westlichen Bombardierungen auf Syrien einen Hass entwickelt habe, den er vorher von sich nicht gekannt habe. Er und einige andere der Beschuldigten fordern denn auch, dass die Justiz auch die westlichen Entscheidungsträger anklagen müssten, die die Befehle für die Angriffe auf Syrien befohlen hätten. 

Ein Vertreter der Opfergemeinschaft V-Europe stellte nach diesen Aussagen fest, dass dies was wahre Gesicht dieser Attentäter zeige. 

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