Petra De Sutter (Groen), Ministerin für die staatlichen Unternehmen, öffentlichen Dienst, Post und Telekom, schlägt vor, Firmen über steuerliche Vorteile davon zu überzeugen, auf Lieferwagen oder auf Kleinlaster, die elektrisch betrieben werden, umzusteigen. Im Gegenzug sollten Lieferwagen, die mit Verbrennermotoren ausgerüstet sind, höher belastet werden.
Elektrisch betriebene Lieferwagen mit Steuervorteilen fördern?
Ministerin De Sutter schlägt vor, bei elektrischen Transportern den Investitionsabzug zumindest befristet von derzeit 8 % auf 40 % anzuheben. Im Gegenzug sollten die steuerlichen Vorteile bei der Anschaffung von Lieferwagen mit Diesel- oder Benzinmotoren ab etwa 2028 gesenkt werden.
Dieser Vorschlag ist Teil des Vorhabens der belgischen Bundesregierung, die Elektromobilität in unserem Land zu fördern. Was bei den PKW langsam aber stetig funktioniert, ist bei den Lieferwagen noch eher eine Randerscheinung.
Seit etwa 2021 hat sich die Zahl der elektrisch betriebenen Kleinlaster und Lieferwagen in Belgien zwar verdoppelt, doch bei den rund 44.000 entsprechenden Neuzulassungen des vergangenen Jahres waren nur etwa 3,6 % E-Lieferwagen.
Um die Umwelt- und Schadstoffproblematik vor allem in den Ballungsräumen in den Griff zu bekommen, wäre es auch in Belgien nicht schlecht, den Fuhrpark der Lieferwagen nachhaltiger zu gestalten. Durch den Online-Handel steigt die Zahl dieser Fahrzeuge weiter, doch viele dieser Lieferwagen sind überdurchschnittlich alt und werden zumeist mit Verbrennermotoren betrieben.
Inzwischen setzen aber auch immer mehr Behörden auf Elektrotransporter, wie z.B. die belgische Post Bpost oder auch die Kommunen.
