An diesem Ostermontag wurde die Reiterprozession in Hakendover, eine Teilgemeinde der Stadt Tienen (Flämisch-Brabant), von etwa 25.000 Schaulustigen besucht an. Dies bestätigte Katrien Partyka (CD&V), die Bürgermeisterin von Tienen, unter Berufung auf Zahlen der örtlichen Polizei.
Reiterprozession in Hakendover begeisterte wieder mehr als 25.000 Besucher
Jedes Jahr begeben sich Tausende von Menschen auf die Anhöhen von Hakendover, einem sehr alten Dorf mit rund 1.500 Einwohnern. Die Prozession erzählt die Gründungsgeschichte der örtlichen Kirche: Eine Legende, die auf das Jahr 690 zurückgeht. Hakendover war bereits im Mittelalter ein Wallfahrtsort.
Die Prozession, die am Montag um 11 Uhr begann, zeichnet sich dadurch aus, dass die Teilnehmer mehrere Runden zu Pferd über die nahe gelegenen Wiesen reiten. In diesem Jahr nahmen auch von Kindern gerittene Ponys an der Prozession teil.
Der Legende nach stampfen die Pferde den Boden fest, um den Landwirten fruchtbares Land zu sichern. Die Statue des Göttlichen Erlösers aus den Jahren 1330-1340 wird ebenfalls bei dieser Prozession getragen. Gegen 13 Uhr endete die Prozession und begann eine Kirmes.
Laut Bürgermeisterin Partyka liegt der Reiz dieser Veranstaltung in der Kombination aus Tradition und Geschichte, dem Spektakel des Pferdegalopps und der geselligen Atmosphäre. "Wie im letzten Jahr können wir von einer hochkarätigen Ausgabe sprechen", sagte sie. "In den Jahren der Coronna-Pandemie musste der Umzug abgesagt werden, aber die Menschen kommen in großer Zahl zurück. Es sind sogar mehr Besucher da als vor der Pandemie".
Im vergangenen Jahr wurde die Pferdeprozession vom flämischen Kulturminister Jan Jambon (N-VA) offiziell zum immateriellen Kulturerbe Flanderns erklärt.


