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Kaninchenheim in Stekene fordert Kastrationspflicht: Kein Platz mehr für die vielen Osterhäschen

Das Tierheim ‚Het Konijnenhof‘ (dt.: Der Kaninchenhof) in Stekene fordert eine gesetzliche Kastrationspflicht für Kaninchen, die als Haustiere gehalten werden. Jedes Jahr wird dort ein großer Zustrom von Kaninchen festgestellt, die zu Ostern gekauft wurden. "Kaninchen sind keine Kuscheltiere, Kinder werden sie schnell leid, und dann landen sie bei uns", sagt Yentl Vinck vom Kaninchenheim.

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Auf dem Konijnenhof in Stekene ist jedes Jahr der gleiche Trend zu beobachten: einige Wochen nach Ostern werden viele Kaninchen eingeliefert. "Viele Menschen kaufen in der Osterzeit unüberlegt Kaninchen", erklärt Yentl Vinck. "Das Problem ist, dass Kaninchen viel mehr Pflege brauchen als gedacht. Kinder finden die Tiere anfangs niedlich, obwohl Kaninchen keine Kuscheltiere sind. Nach einer Weile verlieren sie das Interesse und die Eltern bringen die Kaninchen zu uns. Auch dieses Jahr befürchten wir, dass uns wieder viele Osterhäschenr gebracht werden."

Spontane Käufe

Yentl Vinck wünscht sich mehr Aufklärung für diejenigen, die sich ein Kaninchen als Haustier anschaffen wollen. Sie meint, dass der private und geschäftliche Verkauf strenger geregelt werden sollte, so dass es schwieriger wird, ein Kaninchen spontan zu kaufen. Außerdem fordert sie eine Kastrations- und Impfpflicht: "Damit könnte man viele Würfe vermeiden. Bei Katzen ist dies schon seit einiger Zeit Pflicht, und wir haben festgestellt, dass diese Maßnahme wirksam ist. Für das Wohlergehen der Kaninchen wäre das sicherlich von Vorteil. Derzeit landen zu viele unnötigerweise im Tierheim.

Jeder, der ein Kaninchen aus dem Kaninchenhof adoptieren möchte, wird sorgfältig überprüft: "Wir sind sehr wählerisch bei der Auswahl unserer Paten", sagt Yentl Vinck. "Wir geben Ratschläge und erklären, dass Kaninchen keine Kuscheltiere sind. Außerdem müssen sie Kaninchen mindestens zu zweit adoptieren, da sie Gruppentiere sind. Außerdem werden sie kastriert und geimpft."

Auch aus Zeeland

Der Kaninchenhof in Stekene ist ein anerkanntes Tierheim, das jedes Jahr etwa 1.300 Kaninchen aufnimmt, viele davon aus der niederländischen Provinz Zeeland. Da es dort kein Kaninchenheim gibt, landen sie gleich hinter der Grenze in Stekene. "Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit der Tierambulanz von Zeeland", erklärt Yentl Vinck. "Wir haben vereinbart, dass sie die Kaninchen nur bringen, wenn sie kastriert sind. Das spart uns Kosten."

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