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Politik

Ministerin De Sutter reserviert in Bundesbehörden freie Stellen für Menschen mit Behinderung

Die Bundesministerin für den öffentlichen Dienst, Petra De Sutter (Groen), möchte, dass die Bundesbehörden mehr Beamte mit Behinderungen einstellen. Seit kurzem können diese Dienststellen daher freie Stellen für Menschen mit Behinderungen reservieren. "Diese müssen sich aber immer noch immer um eine Stelle bewerben und beweisen, dass sie die besten Kandidaten für die Stellen sind", betont Petra De Sutter (Foto).

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Ähnlich wie das Alter oder körperliche Merkmale ist eine Behinderung eine der wichtigsten Diskriminierungsgründe auf dem Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, im öffentlichen Dienst mindestens 3 % Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen. In der Praxis wird dieses Ziel jedoch bei weitem nicht erreicht, da derzeit nur 1,09 % der Menschen mit Behinderungen tatsächlich eingestellt werden. "In den letzten Jahren waren die Zahlen im freien Fall", berichtete die zuständige Ministerin gegenüber VRT NWS. "Wir haben 2022 eine Stabilisierung oder einen kleinen Anstieg gesehen. Aber die Dinge müssen schneller gehen".

Petra De Sutter beschloss daher, einzugreifen. Die wichtigste Maßnahme, um dies zu erreichen, sieht vor, einen Teil der freien Stellen für Menschen mit Behinderungen zu reservieren, z. B. für Arbeitsplätze an Schaltern oder auch für die Sachbearbeitung von Akten. "Wir tun dies aus zwei Gründen: Menschen mit Behinderungen haben einen erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt, und auf dem Arbeitsmarkt gibt es viele Engpässe. Jedes Talent ist also willkommen", erklärt die Ministerin.

Jede Bundesbehörde kann diese Stellen weiterhin selbstständig besetzen, aber Menschen ohne Behinderung können sich nicht darauf bewerben. Die Maßnahme ist bereits seit Ende letzten Jahres in Kraft und wird so lange gelten, bis das 3%-Ziel erreicht ist.

Die Regierung sieht auch angemessene Vorkehrungen für Bewerber mit einer Behinderung vor. "Das sind Maßnahmen, die der Arbeitgeber ergreifen muss, um den Bewerbern die Durchführung des Einstellungstests zu ermöglichen. Ein Computerbildschirm oder eine Braillezeile für Sehbehinderte zum Beispiel oder die Durchführung der Tests an leicht zugänglichen Orten", sagt De Suttter.

Die Ministerin für den öffentlichen Dienst bezeichnet diesen Ansatz als positive Diskriminierung. Sie betont, dass Menschen mit Behinderungen auch Positionen auf höchster Ebene angeboten werden sollen, z. B. als Manager.

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