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Belgischer Journalist gerät in der Ukraine unter Artilleriebeschuss: "Alles wurde schwarz"

Der Flame Arnaud De Decker ist ein freiberuflicher Journalist, der derzeit in der Ukraine arbeitet. Anfang dieser Woche geriet er in der Nähe der Stadt Bachmut im Osten des Landes unter Beschuss durch russische Artillerie. Seit vielen Monaten versuchen die russischen Streitkräfte, die Stadt zu erobern, und Journalisten haben normalerweise keinen Zutritt zu diesem Gebiet. Doch war Arnaud De Decker Anfang dieser Woche dort.

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Während er einen ukrainischen Soldaten interviewte, geriet der Flame unter Artilleriebeschuss und war zu einem überstürzten Rückzug genötigt. In einem Interview mit dem Morgenmagazin "De Ochtend" von VRT Radio 1 berichtete Arnaud De Decker, wie eine Bombe nur 10 Meter von ihm entfernt einschlug.

Seit mehreren Monaten ist Bachmut Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Truppen. Das Gebiet ist eine so genannte "Rote Zone" für Journalisten, was bedeutet, dass sie normalerweise nicht in das Gebiet gelassen werden. Arnaud De Decker, der sich seit einiger Zeit in der Ukraine aufhält, verfügt jedoch über gute Kontakte sowohl zur örtlichen Bevölkerung als auch zur ukrainischen Armee.

Gegenüber VRT NWS erklärte er: "Diese Woche haben mich Spezialeinheiten der 92. Division der ukrainischen Armee an die Front gebracht. Wir fuhren in einem gepanzerten Fahrzeug zu den Schützengräben, die 1,5 km von den russischen Stellungen entfernt sind.“

Der Journalist und ein 25-jähriger ukrainischer Soldat gingen etwas dichter an die Front heran. In den Ruinen eines Gebäudes etwa 500 Meter von den Russen entfernt suchten sie Deckung. "Man konnte hören, wie die Kugeln herumflogen". Aber das war noch nicht alles, denn während er den Soldaten interviewte, gerieten beide unter Beschuss der russischen Artillerie.

"Ich habe dem Soldaten ein paar Fragen über die angekündigte Gegenoffensive in Bachmut gestellt, als plötzlich eine Mörsergranate in unmittelbarer Nähe von uns einschlug. Der Soldat konnte darüber lachen. Doch dann landete eine zweite Mörsergranate etwa 10 Meter von uns entfernt. Alles wurde schwarz vor meinen Augen und einen Moment lang konnte ich nichts mehr hören oder sehen".

Warum setzt er sich solchen Gefahren aus? Arnaud De Decker: "Ich bin in der Ukraine, um über die Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung zu berichten, aber auch um die Geschichte der Soldaten zu erzählen. Zehntausende von Soldaten gehen jeden Tag an die Front und viele von ihnen sterben. Als Journalist möchte ich darüber berichten können, was dort wirklich geschieht".

"Bachmut wird fallen, aber noch nicht gleich"

Die russische Armee versucht seit mehreren Monaten, Bachmut einzunehmen. "Die russischen Truppen versuchen seit Monaten, die Stadt vollständig einzukesseln. Aufgrund des starken Widerstands der ukrainischen Armee ist ihnen dies jedoch noch nicht gelungen".

„Die Russen versuchen nun, mit einem Angriff durch das Zentrum der Stadt Boden zu gewinnen, und sie erobern jeden Tag mehr Terrain hinzu. Bachmut wird fallen, aber die ukrainische Armee versucht, Zeit zu gewinnen, bis sie zu einer Gegenoffensive bereit ist".

Arnaud De Decker zufolge warten die Ukrainer mit ihrer Gegenoffensive, bis sich das Wetter bessert und schwerere Waffen und Fahrzeuge geliefert werden können.

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