Mehrere Obstbauern im Hespengau, dem flämischen Obstanbaugebiet in der Provinz Limburg, mussten Maßnahmen ergreifen, um die Blüten ihrer Plantagen vor dem Frost zu schützen. Frühe Sorten wie Pflaumen, Kirschen und Birnen blühen bereits und in Limburg wurden vergangene Nacht Temperaturen von bis zu -2 Grad Celsius gemessen. Das bleibt auch noch einige Tage so, was ein Risiko auf erhebliche Ernteausfälle mit sich bringt.
Nachtfrost: Obstbauern setzen Wärmekanone und Feuerkörbe ein, um Ernte zu schützen
Auf dem Grundstück des Obstbauern Kris Franssens aus Alken zeigte das Thermometer vergangene Nacht -2 Grad an. "Das konnte für die Pflaumenbäume, die jetzt in voller Blüte stehen, schon fatal sein. Wenn diese Blüten erfrieren, haben wir keine Pflaumen mehr".
Kris Franssens ging kein Risiko ein und als ihn der Nachtfrostalarm vergangene Nacht um 4:30 Uhr weckte, schaltete er die Wärmekanone ein und machte sich auf den Weg. "Ich schaltete die Wärmekanone (Foto unten) und zündete zusätzliche Feuerkörbe an. Alle Thermometer, die an den Bäumen hingen, zeigten an, dass die Temperaturen knapp über und knapp unter dem Gefrierpunkt lagen. Wir haben also bis 7 Uhr morgens so weitergemacht, dann wurde es wärmer und konnten wir aufhören ".
Obstbauern ergreifen Maßnahmen
Auch andere Obstbauern in der Umgebung ergriffen Maßnahmen. "Vor allem die Pflaumenbauern, weil sich die Blüten schon schneller öffnen. Bei den Birnen sind es nur die weißen Knospen, aber auch hier haben einige Obstbauern bereits Maßnahmen ergriffen. "Es wird alles getan, um zu verhindern, dass die Birne einen Fehler aufweist, denn der Verbraucher möchte im Laden nur eine perfekte Birne sehen.
Für die Obstbauern ist dieser Frost gar nicht so außergewöhnlich. "Es ist fast schon eine jährliche Tradition. Die "Eisheiligen" kommen erst im Mai, bis dahin müssen wir also aufpassen. Wenn die Blumen in voller Blüte stehen oder die Früchte anfangen zu wachsen, müssen wir sehr vorsichtig sein".
