An diesem Sonntag steht die 107. Ausgabe der Flandernrundfahrt an. Die Flandernrundfahrt ist das bedeutendste Radrennen im belgischen Bundesland Flandern und sie ist ein riesiges Volksfest mit weit über einer Million Zuschauern. Die „Ronde“ hat sich seit ihrer ersten Austragung 1913 zum Markenzeichen für ganz Flandern entwickelt und gehört hier zum Kulturerbe, zur Identifizierung der Menschen mit ihrer Region und zum Heimatgefühl. Schon Wochen vor dem Start geht die Verrücktheit der Radsportfans (aus ganz Belgien) los.
„Flandern ist die Wiege des Radsports. Unsere hügelige Landschaft mit kernigen Steigungen und Kopfsteinpflaster bildet die Kulisse für die flämischen Frühjahrsklassiker. Diese Wettkämpfe sind seit Jahrzenten Radrennhöhepunkte. Die Radsportkultur steckt in unserer DNA, das Fahrraderbe in unserem Herzen. Flandern atmet Radrennatmosphäre. Atmen Sie mit uns.“
So beschreibt Visit Flanders, der Tourismusverband Flanderns dieses Event und es geht noch weiter: „Dieses Monument des Radsports bescherte der Welt bereits über 100 Ausgaben mit Hängen und Kopfsteinpflastern, Wetter und Wind, Geschichte und Heroik. Nirgends ist die Magie des Fahrrads so greifbar wie in „Vlaanderens mooiste“ (Flanderns Schönste). Erleben Sie es entlang einer der großartigen Hänge oder Kopfsteinpflasterabschnitte. Genießen Sie mit uns den schönsten aller Sonntage. Merken Sie sich den Termin in Ihrem Kalender vor. 2. April 2023: Bitte nicht stören. Es lebe die Ronde!“
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Bescheidenheit sieht anders aus, doch bei der „Ronde“ brechen alle Grenzen. Schon über eine Woche zuvor sind in der gesamten Region in den westflämischen Ardennen und im Rest der Provinz alle Hotelzimmer und Ferienwohnungen ausgebucht (Tags zuvor findet ja auch das Jedermann-Rennen mit 16 bis 18.000 Teilnehmern statt) und seit Gent-Wevelgem am Wochenende davor wurden auch bereits zahllose Wohnmobile entlang der Strecke strategisch platziert.
Vorbereitungen und Werbung
Die Behörden in der Provinz Westflandern gehen davon aus, dass am Sonntag über 1 Million Zuschauer entlang des Parcours des Radrennens stehen. Die Polizei und die flämische Nahverkehrsgesellschaft bereiten in intensiver Arbeit den Transport der Zuschauer zum Rennen und wieder nach Hause bzw. zu den Parkplätzen ihrer Autos vor. Vor allem konzentrieren sich die Vorbereitungen auf die Stellen, an denen die meisten Fans erwartet werden, also in Oudenaarde, in der Gegend um Kluisbergen und in und um Ronse.
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Auch in Brügge, wo eine Uhr die letzten Tage und Stunden bis zum Start abzählt, wird enorm viel los sein. Brügge und Antwerpen werden sich in den nächsten Jahren als Startort abwechseln. Für beide Städte ist dies touristisch und kommerziell gesehen ein Glücksfall (auch für andere Regionen entlang der Strecke), denn die Kamerahubschrauber zeigen zumeist tolle Bilder, die für das, was gezeigt wird, weltweit werben. „Das ist unbezahlbare Publicity“, so Brügges Bürgermeister Dirk De fauw (CD&V).
