Die Inflation, die angibt, wie teuer das Leben ist, steigt in Belgien wieder leicht. Im März war das Leben 6,67 % teurer als im Vergleichsmonat im vergangenen Jahr. Im Februar lag die Inflation in unserem Land noch bei 6,62 %. Grund dafür sind die weiter steigenden Preise für Lebensmittel.
Lebensmittel weiter teurer: Inflation in Belgien wieder leicht angestiegen
Lebensmittel sind derzeit etwa 17 % teurer als im vergangenen Jahr und dabei geht es auch um Basisprodukte. Milchprodukte und Öl ist im Vergleich mit März 2022 um ein Viertel teurer geworden, Brot und Getreide kosten 20 % mehr, Fisch 17 % mehr und Fleischprodukte 15 % mehr. Für einen Warenkorb, der vor einem Jahr 100 € kostete, muss man heute 106 € zahlen. Noch sind diese Preisentwicklungen in Belgien nicht unter Kontrolle zu bringen, so Beobachter.
Dass Lebensmittel teilweise viel mehr kosten als letztes Jahr liegt auch an den teureren Rohstoffpreisen in der Landwirtschaft, wenn auch dort die Preise wieder sinken. Doch es braucht seine Zeit, ehe sich das auf die Lebensmittelpreise positiv niederschlägt.
Doch die Lebensmittel werden in Belgien (und nicht nur dort) teurer, weil auch der gesamte Sektor mit steigenden Kosten zu kämpfen hat. Davon ist die Lebensmittelindustrie ebenso betroffen, wie auch der Groß- und Einzelhandel, sprich die Supermärkte und Warenhäuser.
Hier haben die steigenden Energiekosten der letzten Monate ihre Spuren hinterlassen und die erheblichen Anstiege der Löhne und Gehälter durch die automatische Indexanpassung der Einkommen an die Lebenshaltungskosten in Belgien tragen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. In letzter Zeit gab es in Belgien inflationsbedingt gleich zwei solcher Indexanpassungen.
Apropos Energie: Die Energie-Inflation in Belgien sinkt weiter deutlich. Im Februar ging diese Inflation um 7,93 % zurück während sie im zu Ende gehenden Monat März um 10,11 % herunterging.
