2022 registrierte das belgische Bundesland Flandern rund 13,7 Millionen Gäste aus dem Ausland. Damit ist eine Zahl erreicht worden, die nur knapp 5 % unter dem Wert von 2019 liegt, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie. Diese Zahl ist eine Schätzung des belgischen Statistikamtes Statbel, die Landestourismusministerin Zuhal Demir (N-VA) jetzt veröffentlichte.
Flandern begrüßt fast wieder so viele Touristen aus dem Ausland wie vor Corona
Bei dem Touristen aus den anderen Landesteilen Belgiens konnte sogar ein Zuwachs festgestellt werden. 2022 besuchten etwa 7 Millionen Landsleute ein Ziel in Flandern, 7 % mehr als 2019.
Die meisten ausländischen Touristen, die Flandern letztes Jahr besuchten, kamen aus den Niederlanden, aus Deutschland, aus Frankreich und trotz Brexit aus Großbritannien, wo in dieser Hinsicht Besuche der Schlachtfelder, der Museen und der Soldatenfriedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg im Vordergrund standen.
Die Zahl der Übernachtungen lag 2022 bei 33,6 Millionen Buchungen (26 Millionen Buchungen 2019). Das bedeutet, dass sich die Gäste aus dem Ausland letztes Jahr bedeutend länger in Flandern aufgehalten haben.
Die meisten Übernachtungen buchten Touristen aus dem Nachbarland Niederlande (4,2 Mio. Buchungen). Einen deutlichen Rückgang verzeichnen die flämischen Tourismusverbände bei Gästen aus China. 2019 standen Chinesen noch auf Rang 9 der ausländischen Besucher, doch letztes Jahr verschwanden sie aus der Top 10.
Bei den Museen und touristischen Attraktionen in Flandern sind die Zahlen von vor Corona allerdings noch nicht wieder erreicht worden. Letztes Jahr besuchten 43 % mehr ausländische Gäste ein flämisches Museum oder eine Freizeitattraktion als 2021, doch die Zahl dieser Besucher liegt noch immer 11 % unter dem Wert von 2019.
