Bei einer Werft im französischen Concarneau ist am Mittwoch das Minensuchboot M940 „Ostende“ zu Wasser gelassen worden. Dieses Schiff ist das erste einer Reihe von insgesamt 12 Minensucher, die Belgien und die Niederlande gemeinsam bestellt haben, um ihre bisherige Flotte zu erneuern. Bei diesem Stapellauf waren Vertreter der Regierungen und der Verteidigungsministerien beider Länder zugegen.
Stapellauf für das erste von 12 neuen Minensuchern für die belgische und die niederländische Marine
Bei der Zeremonie in der Werft des Schiffsbauers Piriou in Concarneau bei Quimper in Westfrankreich waren die belgische Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS) und deren niederländische Amtskollegin Kasja Ollongren (D66) ebenso anwesend, die der belgische Armeechef, Admiral Michel Hofman sowie Ostendes Bürgermeister Bart Tommelein (Open VLD).
Dies sei für beide Länder ein wichtiger Moment, so Belgiens Verteidigungsministerin Dedonder: „Dies ist das erste von 12 Schwesterschiffen. Diese Technologie sorgt dafür, dass wir auf eine noch sicherere Art und Weise arbeiten können.“ Diese Schiffe werden nicht direkt in Minenfelder auf See hineinfahren, sondern mit wassertauglichen Drohnen arbeiten.
Die Marine beider Länder wird nach und nach jeweils 6 dieser Minensucher erhalten. Ab 2024 bis 2030 sollen die Schiffe ausgeliefert werden. Während die M940 „Ostende“ zu Wasser gelassen wurde, konnte das nächste Schiff, die M941 „Tournai“ auf Kiel gelegt werden.
Der Vertrag zur Entwicklung und zum Bau der 12 neuen Minensucher und deren wassertaugliche Drohnen, die die 30 bisherigen Schiffe aus den 1980er Jahren ersetzen werden, wurde 2019 unterzeichnet und beläuft sich auf 2,2 bis 2,6 Mia. €.
