Der Gebrauch von Fingerscans in Zusammenhang mit dem Abholen von Containern aus dem Hafen von Antwerpen nimmt zu. DP World, ein maritimes Transportunternehmen, das rund ein Viertel des Containerumschlags am Deurganckdock abhandelt, wird jetzt auch mit diesem System arbeiten und die bisher zur Anwendung kommenden Pincodes auslaufen lassen.
Fingerscans gegen Drogenschmuggel über den Antwerpener Hafen immer häufiger angewendet
Anfang des Jahres hatte das Containerunternehmen MPET, dass neben DP World der zweite Operator am Deurgenckdock im Antwerpener Hafen ist, auf Fingerscans umgeschaltet und dem schließt sich jetzt DP World ebenfalls an.
Lastwagenfahrer, die an diesem Dock Container abholen wollen, müssen sich jetzt mit einem Fingerscan identifizieren und registrieren lassen. Dies ist wesentlich sicherer, als Pincodes, die gut und gerne weitergegeben oder weiterverkauft werden können.
„Wir haben zum ersten Mal die Fingerscan-Technologie am Antwerp Gateway-Terminal in Gebrauch genommen, um die Abholung von Containern besser zu sichern“, hieß es dazu bei DP World gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Antwerpen.
Wirklich sicher?
Inzwischen wird die Sicherheit in Sachen Kampf gegen den Drogenschmuggel in Antwerpen immer weiter erhöht, denn dieser Hafen gilt als wichtigstes Einfallstor für z.B. Kokain aus Süd- und Mittelamerika nach Europa. Die hier arbeitenden Reedereien und Transportfirmen mussten reagieren.
Ob die Fingerscan-Technologie der Weisheit letzter Schluss ist, sei dahingestellt, denn die Drogenbanden sind gut organisierte international operierende Unternehmen mit viel technischem Knowhow.
Inzwischen denkt DP World-Antwerpen-CEO Dirk Van den Bosch allerdings weiter, denn er hofft, dass die Fingerscan-Technologie auch beim Containertransport bei der Binnenschifffahrt und der Eisenbahn zur Anwendung kommt.
