An diesem Montag begannen die letzten Anhörungen von Zeugen beim Prozess zu den Terroranschlägen auf Brüssel am 22. März 2016. Doch die Verhandlung begann mit weit über einer Stunde Verspätung wegen einer spontanen Aktion der Polizei. Deshalb musste Verstärkung zur Sicherheit des Prozessen angefordert werden, das fast zwei Stunden dauerte.
Brüsseler Terrorprozess: Letzte Anhörungen von Zeugen - Polizeiaktion sorgt für Verzögerung
Der Verhandlungstag sollte eigentlich um 9 Uhr an Montagmorgen beginnen, doch aus Sicherheitsgründen konnten die Anhörungen der Zeugen erst gegen 10 Uhr 45 beginnen. Eigentlich wird der Saal, in dem das Schwurgerichtsverfahren läuft, ab 7 Uhr 45 geöffnet, doch dann stellte sich heraus, dass sich 30 Beamte der Bundespolizei krank gemeldet hatten. Deshalb musste Verstärkung angefordert werden und es kamen Polizeikollegen aus Löwen, um dafür zu sorgen, dass der Prozess sicher laufen konnte, angerückt.
Damit konnte der Saal erst ab 9 Uhr 45 geöffnet werden, wodurch die Anhörungen erst um 10 Uhr 45 beginnen konnten, denn auch der Transport der Angeklagten aus dem Gefängnis zum Gerichtssaal war davon betroffen. Die Aktion der Polizisten war zwar koordiniert, doch mit niemandem abgesprochen. Die 30 Bundespolizisten protestierten mit dieser Aktion gegen Disziplinarmaßnahmen und Freistellungen von zwei leitenden Beamten. Ob dieses Problem das weitere Verfahren diese Woche noch stören wird, muss sich noch erweisen.
Aber, der Prozess konnte letztendlich beginnen. Noch bis Mittwoch finden die Anhörungen der Zeugen statt. Bis dahin erzählen Opfer der Anschläge oder deren Angehörige von den Geschehnissen am 22. März 2016 in der Metrostation Maalbeek in Brüssel. Am Montag, den 3. April, beginnen dann die Kreuzverhöre der 10 Angeklagten, für die etwa 2 Wochen angesetzt sind. Bei den Anschlägen auf den Brussels Airport und die Metrostation Maalbeek kamen 32 Menschen ums Leben und rund 300 Personen wurden zum Teil schwer verletzt.
