Es wird nun doch kein Legoland-Vergnügungspark in Gosselies bei Charlerloi gebaut. Dies berichten französischsprachige Medien und wurden uns vom Büro des wallonischen Wirtschaftsministers Willy Borsus (MR, frankophone Liberale) bestätigt. Die Merlin-Gruppe, der Eigentümer von Legoland, steigt aus dem Projekt aus.
Legoland-Plan in Charleroi fällt ins Wasser: Eigentümer Merlin zieht sich aus Projekt zurück
Im vergangenen Sommer hatte die wallonische Regierung stolz die Errichtung eines neuen Legoland-Themenparks auf dem ehemaligen Gelände des Maschinenbauers Caterpillar in Gosselies in der Nähe von Charleroi verkündet. Zu diesem Zweck unterzeichnete sie eine unverbindliche Absichtserklärung mit dem Eigentümer des Themenparks, Merlin Entertainments.
Der Park sollte 2027 eröffnet werden und mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Initiatoren strebten 1,5 bis 2 Millionen Besucher pro Jahr an, was einen Umsatz von 120 Millionen Euro bedeuten würde. Die Bauarbeiten erforderten eine Investition von rund 400 Millionen Euro.
Doch nun, etwa sieben Monate später, macht die Merlin-Gruppe einen Rückzieher. Laut dem wallonischen Wirtschaftsminister Willy Borsus (MR) hat diese Entscheidung wenig mit Belgien zu tun, sondern Merlin überdenkt seine internationalen Aktivitäten und seine Strategie. "Dabei haben die bestehenden und im Bau befindlichen Parks Vorrang vor einer weiteren Ausweitung der Aktivitäten".
Borsus spricht von "einer Enttäuschung". "Wir müssen jetzt wieder bei Null anfangen." Borsus arbeitet mit lokalen, regionalen und bundesstaatlichen Akteuren zusammen, um erneut nach anderen Optionen für die Umnutzung des Caterpillar-Standorts zu suchen.

