Bei einer Explosion im Antwerpener Distrikt Borgerhout sind in der Nacht zum Mittwoch sechs Häuser beschädigt worden. Die Polizei geht von einem Anschlag im Zuge des Drogenkrieges in Antwerpen aus, denn in einem der betroffenen Häuser ist ein verurteilter Krimineller aus der Drogenszene gemeldet.
Drogenkrieg? Sechs Häuser nach Explosion in Antwerpen-Borgerhout beschädigt
Kurz vor 2 Uhr am frühen Donnerstagmorgen hörten die Anwohner der Kortrijksestraat in Borgerhout einen lauten Knall, der auf eine Explosion zurückzuführen war. Dieser mutmaßliche Sprengstoffanschlag auf eine Wohnung einer Person, die wegen Drogendelikten im Gefängnis sitzt, lässt einen Link mit dem Drogenkrieg in Antwerpen als durchaus logisch erscheinen.
Laut der flämischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws soll es sich dabei um einen Mann handeln, der in der Antwerpener Drogenszene bekannt ist. Dieser wurde erst im Februar zu 7 Jahren Haft verurteilt und zwar wegen der Beteiligung an einem ähnlichen Anschlag im Distrikt Deurne.
Bei dem Anschlag handelt es sich um eine recht heftige Explosion, denn insgesamt sechs Häuser und mehrere parkende Autos wurden beschädigt. „Es handelt sich vor allem im Glasbruch und um Schäden an den Fassaden. Auch zwei parkende Wagen wurden beschädigt.“, so Wouter Bruyns, der Sprecher der Antwerpener Polizei gegenüber der Presseagentur Belga.
Um die Arbeit der Spurensicherung zu erleichtern, wurde der Tatort weiträumig abgesperrt und die Polizei rief den Kampfmittelräumdienst der Armee DOVO auf den Plan, um die Ermittlungen zu unterstützen.

