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Inland
Wirtschaft

Sozialkonflikt bei Delhaize: Die Fronten bleiben verhärtet

In der Frage der 128 Delhaize-Filialen, die die Warenhausgruppe in die Selbständigkeit abgeben will, bleiben die Fronten verhärtet. Während die Gewerkschaften verlangen, dass Delhaize dieses Vorhaben zurückzieht, heißt es bei der Direktion, dass es zu diesem Verkauf keine Alternative gebe. Inzwischen wird noch rund die Hälfte der eigenverwaltete Filialen bestreikt.

Andreas Kockartz
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Bei Delhaize sei der Verkauf der 128 noch selbst betriebenen Filialen an Franchisenehmer ohne Alternative, heißt es bei den Gewerkschaften und die Direktion der Warenhausgruppe wolle darüber auch nicht verhandeln. Ein erneutes Treffen zwischen Gewerkschaften und Direktion wurde wieder nach kurzer Dauer abgebrochen. Am Dienstag in einer Woche will man sich wieder treffen. 

Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass die betroffenen Mitarbeiter bei selbständigen Betreibern unter schlechteren Lohn- und Arbeitsbedingungen beschäftigt würden und dass es wohl auch zu Entlassungen kommen kann. Bei Delhaize sagt man dazu, dass alle 9.000 betroffenen Mitarbeiter unter gleichen Bedingungen wie bisher weiterbeschäftigt bleiben.

Inzwischen wurde auch bekannt, dass sich bereits rund 200 Interessenten bei Delhaize gemeldet haben, die eine oder mehrere Filialen und Supermärkte übernehmen wollen. Die Gewerkschaften hingegen lehnen dies strikt an und bestreiken weiter zahlreiche der betroffenen Filialen, allerdings sind gut die Hälfte der Geschäfte wieder geöffnet - vor allem solche in Flandern. 

Die Gewerkschaften blockieren derzeit keine Vertriebszentren der Delhaize-Gruppe mehr und alle Märkte - sowohl die Franchise-Filialen, als auch die geöffneten eigenen Häuser - werden beliefert. 

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