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Gesundheit

Die Jugend in Flandern trinkt weniger und konsumiert nicht mehr so viele Drogen, aber…

Jugendliche im belgischen Bundesland Flandern trinken weniger Alkohol und konsumieren weniger Drogen als noch vor einigen Jahren. Dies ist aus einer umfassenden Umfrage unter Schülerinnen und Schülern des Expertise-Zentrums für Alkohol und andere Drogen (VAD) ersichtlich. Das heißt aber nicht, dass es kein Problem gibt…

Andreas Kockartz
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Positiv an dieser Studie ist die Feststellung, dass die Jugendlichen in Flandern weniger trinken, als früher vielleicht und dass sie später mit dem Alkoholkonsum beginnen. Allerdings steigt die Zahl der Jugendlichen, die wöchentlich alkoholische Getränke zu sich nehmen, wieder leicht an.

Die Zahl der Jugendlichen, die rauchen, sinkt und auch die damit oft verbundene Konsumierung von Cannabis geht weiter zurück. Das der Konsum von Alkohol, Tabak und Drogen in Flandern abnimmt, stimmt auf der einen Seite positiv, doch es gibt da ein Problem.

Gleichzeitig steigt der Konsum von Schlaf- und Beruhigungsmitteln bei den Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren und das ist besorgniserregend. Lehrpersonen in den Schulen stellen in diesem Zusammenhang ebenfalls fest, dass ihre Schülerinnen und Schüler weniger rauchen und trinken, doch seit Corona konstatieren sie auch, dass die Jugendlichen unsicherer geworden sind und dass diese ab und zu zu Beruhigungsmitteln greifen.

Die Jugendlichen selbst geben auch an, weniger zu trinken und zu rauchen und dass sie seltener zu Drogen greifen. Sie sehen offenbar den Griff zu Medikamenten als nicht suchtgefährdend. Und sie haben eigenen Angaben zufolge auch eine Ersatzbeschäftigung… Das Gamen auf ihren Mobiltelefonen und dies sehen sie wohl auch nicht als Sucht an. Auch andere Trends treiben den Suchtexperten Sorgenfalten auf die Stirn: Vapen oder das Rauchen von E-Zigaretten  

Das flämische Expertise-Zentrum für Alkohol und andere Drogen (VAD) sucht jetzt gemeinsam mit den verschiedenen Schulträgern nach Möglichkeiten, die Jugendlichen in den Schulen in dieser Hinsicht zu begleiten und zu beraten. Das soll auch ein Schwerpunkt in den Jugendheimen werden, wo sich Jugendliche treffen, die nicht Mitglied von organisierten Bewegungen sind. 

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