Im Brüsseler Stadtrat gab es am Montagabend grünes Licht für die sogenannte „Smart-City-Strategie“. Damit soll mit Hilfe von neuen Technologien die Dienstleistung der kommunalen Behörden in der belgischen Hauptstadt effizienter gestaltet werden. Davon soll aber auch die Lebensqualität der Brüsseler profitieren und die Behörden wollen die Zusammenarbeit mit Handel und Wirtschaft auf diesem Wege verbessern. Nicht zuletzt soll mit Hilfe von neuen digitalen Anwendungen auch der Impakt der kommunalen Arbeit auf die Umwelt in Angriff genommen werden.
Der Brüsseler Stadtrat stimmt der "Smart-City-Strategie" zu
Die Brüsseler „Smart-City-Strategie“ ist ein sehr ambitionierter Plan mit 48 sehr unterschiedlichen Projekten innerhalb von 7 Bereichen. Brüssel will z.B. ein kartografisches Tool entwickeln, das aus der Metropole eine „Stadt in 10 Minuten“ machen soll. Das bedeutet, dass darüber ersichtlich werden soll, welche Basiseinrichtungen innerhalb von maximal 10 Minuten zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sind.
Ein weiterer Punkt wird ein Mobilitätsprojekt sein, das durch Daten, die über Sensoren und mit Scannern ausgestatteten Autos gesammelt werden, das gerade zur Verfügung stehende Angebot an Parkplätzen und Anlieferstellen für Zu- und Auslieferfahrzeuge anzeigt.
Recht ambitioniert erscheint ein weiteres Projekt, mit dem das Brüsseler Nordviertel zu einem „energiepositiven Stadtviertel“ werden soll. So nennt man z.B. Viertel, in denen mehr Energie produziert oder gewonnen wird, als verbraucht. Dies soll über umfangreiche Renovierungen und Sanierungen von Gebäuden geschehen und über die Nutzung von nachhaltigen und erneuerbaren Energiequellen. Dabei helfen auch technologische Energie-Betriebssysteme.
Bildung und Zuschüsse
Im Bildungsbereich in der Hauptstadt soll die „Smart-City-Strategie“ dafür sorgen, dass im Rahmen des Projektes „Digitale Schule“ alle Schulkinder zwischen dem 4. und dem 6. Schuljahr einen Laptop und die entsprechende Ausbildung zur Nutzung dieser Computer erhalten. Deren Eltern können zudem von einer Ausbildung rund um das Thema „Smartschule“ profitieren können.
In all diesen Pläne sollen nicht nur die kommunalen Ämter und Behörden in Brüssel einbezogen werden, sondern auch die Unternehmen, die Forschungs- und Bildungseinrichtungen, sowie das gesellschaftliche Mittelfeld. Hier können Projekte mit bis zu 300.000 € gefördert werden.
