Am Montagabend hat Frank Deboosere (Foto) nach 36 Jahren seinen letzten Wetterbericht in den VRT-Fernsehnachrichten präsentiert. Deboosere ist 64 Jahre alt und kann jetzt in den wohlverdienten Unruhestand gehen. Auf Angebote, neben seiner Rente bei anderen Medien weiter tätig zu werden, ging Frank nicht ein: „Ich bin der VRT stets treu gewesen.“
Nach 36 Dienstjahren geht der VRT-Wettermann Frank Deboosere in Rente
„Es beginnt eine neue Saison für Sie, aber sicher auch für mich. Wir starten heute mit dem astronomischen Frühling und wir bleiben vor allem positiv“. Das waren die letzten Worte, die VRT-Wettermann Frank Deboosere an die Zuschauer richtete. In seiner gesamten Laufbahn beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern hat er in Radio und TV wahrscheinlich gut 100.000 Wetterberichte präsentiert, doch am Montagabend war Schluss.
Der heute 64-Jährige wird mit Sicherheit weiter im „Wetterbusiness“ bleiben und wohl ab und zu für das Königliche Meteorologische Institut KMI in Ukkel bei Brüssel etwas machen. Und er fördert weiter die Sternenkunde bzw. die Astronomie, ein Hobby des Wettermannes.
Nicht zuletzt gehört Frank Deboosere zu den Galionsfiguren des Krebsstiftung in Flandern, wo er auf jeden Fall als bekannte Persönlichkeit aktiv bleibt, wie er bereits ankündigte. Hier hieß man ihn bereits willkommen.
Klimawandel
In seinem letzten Wetterbericht bei der VRT richtete Frank Deboosere seine Aufmerksamkeit auf den Klimawandel und wies auf das düstere Zukunftsbild hin, das das UN-Klimapanel in seinem aktuellen Bericht aufzeigt: „Als ich hier mit Wetterberichten angefangen habe, lagen die Durchschnittstemperaturen einen halben Grad unter denen von jetzt. Es geht entsetzlich schnell und wir haben echt nur eine einzige Erde, um die wir ins sorgen müssen.“
Nach seinen Abschiedsworten folgte keine gebräuchliche Abschlussmelodie. Stattdessen kamen seine Kollegen Sabine Hagedooren und Bram Verbruggen ins Studio, übergaben ihm einen Blumenstrauß und verließen mit ihm den Raum. Zu Franks Überraschung warteten draußen so gut wie alle VRT-Kollegen, die im Rundfunkhaus anwesend waren und bildeten ein riesiges Spalier durch die Gänge des Gebäudes… Tschüss Frank, mach’s gut!

