Die rund 3.000 Skelette, die seit 2018 am Groenmarkt in Sint-Truiden in der Provinz Limburg ausgegraben wurden, geben nach und nach ihr Geheimnis preis. Die meisten Menschen, die seinerzeit dort gelebt haben, hatten es wohl nicht leicht, wie aus wissenschaftlichen Analysen ihrer Knochen ersichtlich ist.
Die rund 3.000 Skelette, sie seit 2018 in Sint-Truiden ausgegraben wurden, geben ihre Geheimnisse preis
2018 haben Archäologen damit begonnen, Skelette am Groenmarkt in Sint-Truiden auszugraben. Schnell wurde deutlich, dass diese Menschen dort zwischen dem 7. und 18. Jahrhundert dort begraben wurden.
„Diese Skelette, die dort ausgegraben wurden, sind in zwei Gruppen aufgeteilt worden“, sagte Natasja de Winter vom archäologischen Büro Aron B.V., dass die Untersuchungen und Ausgrabungen leitet: „Wir haben unseren Fokus auf die älteste Gruppe gelegt und daraus haben wir 120 der am besten erhaltenen Skelette. Eine Gruppe von vor dem Jahr 1000 und eine Gruppe aus der Zeit danach.“
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Aus den Untersuchungen ist deutlich geworden, dass es diese Leute damals nicht einfach hatten: „Die erste Gruppe wies viele Knochenbrüche auf. Sie sind daran nicht gestorben, denn sie Brüche sind geheilt. Wir vermuten, dass diese Leute damals beim Bau der Abtei eingesetzt wurden.“
Bei der zweiten Gruppe, Skelette aus der Zeit nach dem Jahr 1000, wurden weniger Brüche festgestellt: „Das waren viel weniger Brüche. Doch das durchschnittliche Alter lag viel niedriger und die Kindersterblichkeit war höher. Hier vermuten wir, dass die Lebensumstände inzwischen schlechter wurden, denn inzwischen war Sint-Truiden größer geworden und dadurch gab es mehr Infektionen und Krankheiten.“
Die Skelette werden jetzt im archäologischen Depot von Sint-Truiden gelagert und stehen weitern wissenschaftlichen Untersuchungen zur Verfügung.
