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Gesundheit

Wieder mehr Grippefälle: "Dies ist eine Entwicklung, die wir normalerweise nicht beobachten"

Nach drei Wochen sinkenden Zahlen steigt seit der vergangenen Woche wieder die Zahl der Grippefälle in Belgien. Aus den Zahlen des staatlichen wissenschaftlichen Gesundheitsamts Sciensano ist ersichtlich, dass letzte Woche sehr viele Leute mit Grippesymptomen zum Arzt gegangen sind. „Die Grippe hat in dieser Saison einen launischen Verlauf,“ so der Virologe und Sciensano-Leiter Steven Van Gucht.

Andreas Kockartz
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Die Grippeepidemie ist noch immer nicht vorbei. Nach drei Wochen sinkender Entwicklung flackert die seit rund einer Woche wieder auf. Die Zahl der Hausarztbesuche wegen bestätigten Grippeinfektionen ist zwischen dem 6. und dem 12. März auf 75 Konsultationen beim Hausarzt pro 100.000 Einwohner angestiegen. Damit wurde der Schwellenwert für eine Epidemie, die bei 52 Visiten beim Hausarzt pro 100.000 Einwohner legt, überschritten, wie Sciensano in seinem wöchentlichen Bulletin meldet.

„Die Grippe hat in dieser Saison einen launischen Verlauf,“ so der Virologe und Sciensano-Leiter Steven Van Gucht: „Sie begann früher im Dezember und hatte Ende Dezember ihren Höchststand. Danach folgte eine zweite Spitze im Februar.“

Die Grippe hat in dieser Saison einen launischen Verlauf."

Virologe Steven Van Gucht, Sciensano

In der vergangenen Woche sei dann zum ersten Mal der epidemische Schwellenwert überschritten worden, so der Virologe weiter: „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon einige Vorsichtsmaßnahmen eingebaut. Um das Ende der Epidemie ankündigen zu können, muss die Zahl der Grippefälle zwei Wochen lang unter dem Schwellenwert bleiben.“

„Dies ist eine Entwicklung, die wir normalerweise nicht beobachten und jetzt flirten wir wieder mit dem epidemischen Schwellenwert,“ sagte Steven Van Gucht weiter dazu. Er geht davon aus, dass die Zahlen in den kommenden beiden Wochen wieder rückläufig sein werden: „Wir werden dann eine Grippeepidemie von 11 Wochen gehabt haben. Das ist eher lang, denn der Durchschnitt liegt bei 8 oder 9 Wochen.“ 

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