Die Polizei- und Sicherheitsdienste in Brüssel sind in erhöhter Alarmbereitschaft, denn ein Unbekannter hat offenbar über eine in Russisch verfasste Email mit einem Abschlag auf die Metro gedroht. Entsprechende Meldungen wurden von der Bundespolizei gegenüber VRT NWS bestätigt. In der Nacht zum Mittwoch wurde das gesamte Metronetz in der belgischen Hauptstadt durchgekämmt. Bis auf weiteres fährt die Metro aber weiter und alle Stationen sind offen.
"In der Tat ist uns in der vergangenen Nacht eine Mail zugespielt worden, in der mit einem Anschlag auf eine Brüsseler Metrolinie gedroht wird“, sagte An Berger von der belgischen Bundespolizei dazu gegenüber VRT NWS: "Diese war nicht bei uns angekommen, wurde uns allerdings durch den Angesprochenen weitergeleitet. Wir haben diese Drohung sofort sehr ernst genommen und haben in der Nacht ein Sweeping durchgeführt, bei dem allerdings nichts Verdächtiges gefunden wurde. Heute gilt noch erhöhte Wachsamkeit."
Inzwischen melden die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ und die frankophone Tageszeitung Le Soir, dass die betreffende Email in russisch verfasst bei der EU-Kommission eingegangen ist. In einer der zwei Mails, die die Kommission erreichte, hieß es: "Da die EU ihre aggressive Politik fortsetzt, will ich vor dem Beginn von massiven terroristischen Anschlägen auf dem Boden der EU warnen." Die Person warnte auch vor der "Eliminierung" von "LGBT und anderen Minderheiten" sowie vor Anschlägen auf Staatoberhäupter und Regierungschefs. Die Email endete mit einer konkreten Drohung: "Am 8. März wird die Metro zwischen Ijzer und Rogier in die Luft gejagt."
Die Brüsseler Staatsanwaltschaft ermittelt in diesem Vorgang, wie es bei der Bundespolizei heißt. "Die Ermittlungen laufen und vorläufig können wir keine Details weitergeben", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Willemien Baert noch am Mittwochvormittag: "Es ist allerdings so, dass die Möglichkeit eines Anschlags als sehr gering eingeschätzt wird." Inzwischen koordiniert das belgische Krisenzentrum den Vorgang gemeinsam mit OCAD, dem Beobachtungsorgan für Bedrohungsanalyse: "Terrordrohung wird immer ernst genommen und es werden dann auch alle nötigen Mittel für eingesetzt.
